Voice over Cable

Voice over Cable (VoC) bezeichnet eine Technik des Telefonierens, in diesem Fall über Fernsehkabel. Während bei DSL-Kabeln eine Technik eingesetzt wird, die aus der reinen Internettelefonie per Computer entwickelt wurde (Voice over IP) werden die Sprachsignale in Fernsehkabelnetzen mit der Technik Voice over Cable übermittelt.

Sowohl bei Voice over IP als auch bei Voice over Cable wird die Sprache zuerst in digitale Signale umgewandelt – grob gesagt in Computersprache umgewandelt – dann wird diese Datenmenge komprimiert, also sozusagen zu handlichen Datenpaketen zusammengepresst und schließlich übertragen – als Pakete über das globale IP-Netz,  also das Internet.

Ohne Strom kein Telefon

Grundlage für diese Datenübertragung ist ein eigener Standard für Fernseh-Kabelnetze, dieser heißt Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS). Dies ist das Gegenstück zu DSL in Telefonnetzen.

Will man ein analoges Telefon über VoC betreiben, muss man das Gerät über einen Analog-Telefon-Adapter an ein Kabelmodem anschließen. Das Modem wandelt die digitalen Signale aus dem Fernsehkabelnetz in (analoge) Sprachsignale um und umgekehrt. Seit 2008 gibt es auch VoC mit zwei Amtsleitungen, ähnlich wie bei ISDN.

Das Problem von VoC gegenüber analogem oder ISDN-Telefonieren aus der Sicht eines einfachen Nutzers: Fällt der Strom aus, ist auch das Telefon weg, da das Kabelnetz nicht wie das Telefonnetz unabhängig von der Stromversorgung arbeitet. Dann bleibt nur das Mobiltelefon als Kommunikationsmittel.