VDSL – multimediale DSL-Technik

VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line; zu Deutsch: Digitaler Hochgeschwindigkeits-Teilnehmer-Anschluss. VDSL ist wie der Vorgänger ADSL eine digitale Übertragungsart über Telefonleitungen. Die Breitbandtechnologie unterscheidet sich vom ADSL durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.

Mit VDSL können Triple-Play-Angebote realisiert werden. Das bedeutet, dass ein dreifaches Angebot (Telefonieren, Internetverbindung und Fernsehen/Video) über eine Leitung und einen Anbieter abgewickelt wird.

Maximal 52 Mbit/s im Download

VDSL verspricht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 52 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Herunterladen von Daten (Download) und maximal 16 Mbit/s beim Senden von eigenen Daten (Upload). Das ist deutlich schneller als bei der Technologie ADSL beziehungsweise ADSL2 und ADSL2+, die im Download bis zu 16 Mbit/s bietet.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten können Multimedia-Angebote (Video on Demand oder die Übertragung von Fernsehprogrammen in HD-Qualität – auch parallel auf mehreren Kanälen) besser wahrgenommen werden.

Bei der Kupferleitung gilt: Weniger ist mehr

VDSL baut auf einem Hybrid-Netz auf. Dabei wird ein Teil eines VDSL-Hybridnetzes über Glasfaser und ein anderer Teil über Kupferleitungen realisiert. Die Kupferleitung ist hierbei die Achillesferse: Ist sie zu lang, wird VDSL so langsam wie ADSL oder gar unmöglich. Daher darf bei VDSL die zu  überbrückende Kupferstrecke nicht länger als 1,5 Kilometer sein. Generell gilt: Je länger die Kupferleitung bis zum Endverbraucher ist, desto geringer ist die Datengeschwindigkeit.

VDSL2 – ein symmetrischer und asymmetrischer Standard

Wenn Telekommunikationsanbieter und Medien von VDSL reden, ist genau genommen der VDSL2-Standard gemeint. Denn VDSL1 ist heute kaum noch verbreitet. VDSL2 basiert technisch auf dem ADSL2+-Standard und ist zu diesem auch abwärtskompatibel. Das heißt, dass sich die VDSL2-Geräte in der Regel mit einem einfachen ADSL-Anschluss nutzen lassen.

VDSL wurde im Jahr 2005 von der Internationalen Fernmeldeunion (International Telcommunication Union, kurz ITU) als Standard für symmetrische Datenübertragung verabschiedet. Im Up- und Download zusammengenommen erreicht VDSL Geschwindigkeiten zwischen 50 und theoretisch 200 Mbit/s. Durch neue Zusatz-Techniken wurden bereits 500 Mbit/s erzielt.

VDSL2 ist sowohl eine asymmetrische als auch eine symmetrische DSL-Technik. Bei asymmetrischen DSL-Techniken sind die Geschwindigkeiten im Down- und Upload ungleich. Die Geschwindigkeit, mit der man Daten empfängt, ist deutlich höher, als die, mit der man Daten versendet. Bei symmetrischer Technik wird mit gleicher Geschwindigkeit gesendet und empfangen.

Autor: ES