DSL-Router richtig anschließen

Wer sich zu Hause selbst ein Netzwerk einrichten möchte, kommt meist nicht ohne Anleitung aus. Wir erklären in kleinen Schritten, wie das funktioniert. Der erste Schritte ist die richtige Verkabelung der Geräte. Dazu muss man wissen, welcher Anschluss eigentlich vorliegt. Sind alle Geräte richtig aneinander angeschlossen, erfolgt das Einrichten des Netzwerks am Bildschirm. Das ist dank Hilfsprogrammen meist selbsterklärend. Anschließend sollte das Netzwerk stehen.

Anschlussart

Ausgangspunkt für die richtige Errichtung eines Netzwerks ist der DSL-Anschluss. Dabei gibt es vier Typen von Anschlüssen. Wenn man sich nicht sicher ist, welchen Anschluss man eigentlich besitzt, Helfen folgende Indikatoren beim Identifizieren.

Beim analogen Standard-Anschluss bekommt der Kunde eine Rufnummer und eine Leitung. Zur Verkabelung benötigt man einen Splitter.

Ein DSL-Vollanschluss liegt vor, wenn man drei oder mehr Rufnummern und mindestens zwei Leitungen hat. Das ist ein IP-basierter Anschluss.

Der ISDN-Anschluss bietet drei Rufnummern, zwei Leitungen und einen NTBA kostenlos vom Betreiber.

Über einen Kabelanschluss verfügt, wer einen Kabelanbieter nutzt, um ins Netz zu gehen. Der Kabelanbieter installiert die Frequenzweiche und ein Kabelmodem.

Verkabelung

Wer den Speedport der Telekom nutzt, bekommt mit dem Produkt eine Anleitung, mit der die Verkabelung zum Kinderspiel wird. Im weiteren konzentrieren wir uns auf das Einrichten eines Netzwerks mit einer AVM Fritz!Box, welche wohl die meisten benutzen. Im Grunde genommen funktioniert es wie beim Speedport. Wir erklären es detailliert in Worten.

Hat der Nutzer einen analogen bzw. digitalen Anschluss, muss als erstes der Splitter mit der Telefondose verkabelt werden. Normalerweise bekommt man ein Telefonkabel geliefert, das in die F Buchse der Telefondose auf der einen und in die „Amt“-Buchse des Splitters gesteckt wird.

Liegt ein analoger Anschluss vor, verbindet das mitgelieferte Y-Kabel die Fritz!Box und den Splitter. Das lange Ende steckt man in die „DSL/TEL“-Buchse der Fritz!Box, der graue Stecker in die „DSL“ Buchse des Splitters. Der letzte Anschluss des Y-Kabels gehört in den TAE/RJ45 Adapter. Den Adapter selbst steckt man in die F-Buchse des Splitters. Eigentlich ist es ganz einfach.

Liegt ein digitaler Anschluss vor, benötigt man keinen Adapter, sondern ein sogenanntes NTBA, wo man das letzte freie Ende des Y-Kabels einsteckt.

Am einfachsten ist die Verkabelung bei einem DSL-Vollanschluss. Es genügt ein Kabel, das graue DSL-Kabel mit dem RJ45-Stecker und einem TAE-Stecker. Der TAE-Stecker kommt in die F-Buchse der Telefondose und das andere Ende in die „DSL/TEL“-Buchse der Fritz!Box.

Bei der letzten Anschlussart, dem DSL über Kabel, kann man die Verkabelung nicht selbst vornehmen. Hierzu muss man einen Techniker des Anbieters bestellen. Wenn dessen Arbeit beendet ist, sollte die Internet-Verbindung stehen.

Tipp für Vodafone-Nutzer

Ein Tipp für diejenigen, deren Anbieter Vodafone ist. Vodafone nutzt als Modem das gerät Hitron CVE-30360. Um die Leistungsfähigkeit des Modems voll auszunützen, sollte es in den „Bridge“-Modus geschaltet werden. Man muss jedoch beachten, dass das Modem dann nicht als Router funktioniert, sondern ausschließlich als Modem. Ein Router muss zusätzlich mit einem LAN-Kabel an das Modem angeschlossen werden. Bei Verwendung der Fritz!Box, muss dort die Internetverbindung eingerichtet werden, das erledigt der „Assistent“ im Fritz!OS. Den Hitron, findet man im Browser unter 192.168.100.1_.

Wer trotz der Hilfestellung nicht weiterkommt, sollte sich an den Kundenservice seines Betreibers wenden.

Einrichtung des Routers

Ist die Verkabelung richtig durchgeführt, dann kommen wir zum nächsten Schritt. Der Router muss eingerichtet werden. Bei der Fritz!Box dient wie bei den meisten Routern ein Software-Assistent dazu und macht das Einrichten einfach. Dennoch ein paar Worte auch hierzu.

Beim ersten Start des Web-Interface legt man ein Passwort fest. Anschließend startet der Software-Assistent und führt durch die Einrichtung. Das Programm befindet sich unter den Menüpunkten „Internet“, „Zugangsdaten“. Das ist gut zu wissen, falls man den Anbieter wechselt und der Internetzugang angepasst werden muss.

Jetzt sollte man die Zugangsdaten zur Hand haben, die mit dem Gerät oder per Post geliefert werden. Im nächsten Schritt wählt man den Internetanbieter, also des Anbieter des eigenen Internetzugangs. Ist man Kunde von Telekom, werden nacheinander die Anschlusskennung, die Zugangsnummer, die Mitbenutzernummer und das zuvor festgelegte persönliche Kennwort abgefragt.

Vodafone erleichtert seinen Kunden die Einrichtung und bietet die Funktion „Vodafone automatische Einrichtung mit Modem-Installationscode“. Diese Angabe genügt dann, um den Router einzurichten. Manuell kann man den Router ebenfalls einrichten, dafür benötigt man die Zugangsdaten. 

Router von 1&1 erhalten mit dem Gerät einen Start-Code, mit dem die Internet-Verbindung fertig konfiguriert wird.

Wer Internet über Kabel empfängt, benötigt einen Router, der hinter dem Kabelmodem angeschlossen wird. Aufpassen muss man bei den Tarifen, manche Kabelanbieter verlangen Aufpreis für die Einrichtung von WLAN.

Autor: GL