SAT-Internet: Informationen zu Services, Anbietern und Flatrates

Wer sich in Deutschland für einen Internet-SAT-Anschluss entscheidet, kann zwischen mehreren Anbietern wählen. Bei den Techniken kommen jedoch genau zwei zum Einsatz. Die Plattformen Tooway und Astra Connect sind sich sehr ähnlich. Beide empfangen über die Sat-Schüssel auf dem eigenen Heim und senden die Daten wieder zurück zum Satelliten ins All.

Mit der Tooway-Technik sind für Privatkunden Datenraten bis zu 22 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Mit Astra Connect sind es 20 Mbit/s. Im Upload stehen 6 beziehungsweise 2 Mbit/s zur Verfügung. Wie auch bei den Mobilfunk- und DSL-Techniken handelt es sich bei den Geschwindigkeitsangaben und theoretische Werte. Die tatsächlich erreichten Datenraten liegen oftmals unterhalb dieses Wertes. Vor allem beim Upload können beim SAT-Internet die Abweichungen von der Maximalgeschwindigkeit durchaus größer ausfallen.

SAT-Internet als Shared Medium

Wie die Mobilfunkzellen ist auch der Internetzugang über Satellit ist ein Shared Medium. Das heißt: Die Kapazitäten eines Satellitentransponders teilen sich unter mehreren Nutzern auf. Damit nicht ein Nutzer unbegrenzt Daten herunterlädt und die anderen User darunter leiden, gibt es die sogenannte Fair-Use-Policy. Der Verstoß dagegen wird mit einer kurzzeitigen Geschwindigkeits-Drosselung geahndet. Zudem ist oftmals das Datenvolumen eines Tarifs beschränkt. Nach Erreichen des Volumens wird auch hier die Geschwindigkeit für den Rest des Monats reduziert.  

Für SAT-Internet-Nutzer bedeutet das: Das Streamen von Videos  und Musik oder die Ablage von großen Datenmengen in der Cloud sollte wohldosiert eingesetzt werden. Manche SAT-Anbieter bieten ihren Kunden sogenannte "Nachtoptionen" oder "Freezones" an. Meistens zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen können Downloads ohne Volumenbegrenzung gestartet und durchgeführt werden.

Im Gegensatz zu Internet via DSL, TV-Kabel oder LTE sind die Latenzzeiten mit um die 700 bis 800 Millisekunden recht hoch. Bei DSL sind Pingzeiten von 5 bis 15 Millisekunden die Regel. Der Grund: Die SAT-Signale müssen eine große Distanz zurücklegen. Somit sollten SAT-Nutzer auf anspruchsvolle Online-Gams verzichten. Flashspiele im Browser funktionieren hingegen gut. Telefonate über das Internet (VoIP) können ebenfalls ohne Probleme via SAT geführt werden.

SAT-Tarife ab 20 Euro

Wer sich einen SAT-Anschluss zulegen möchte, kann zwischen mehreren Anbietern wählen. Der Trierer Anbieter getinternet bietet seine Tarife beispielsweise auf Basis der tooway-Plattform von Eutelsat an. Die Tarife werden mit und ohne Vertragslaufzeit vermarktet. Der Kunde hat die Wahl zwischen sechs Tarifen. Das günstigste Angebot liegt bei 19,90 Euro im Monat mit Geschwindigkeiten bis zu 5 Mbit/s im Download und 2 Gigabyte (GB) Inklusiv-Volumen. Nach Erreichen des Volumens wird auf maximal 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) reduziert. Das teuerste Paket "tooway Flat" für 99,90 Euro bietet hingegen eine Volumenflat mit maximal 20 Mbit/s auf Basis der "Fair Use Policy"-Regelung.

Je nach gebuchter Laufzeit wird für die Sat-Hardware eine einmalige Zuzahlung ab 9,90 Euro (24 Monate) beziehungsweise ab 99 Euro (ohne Laufzeit) berechnet. Hinzu kommen eine Aktivierungsgebühr in Höhe von 39 Euro sowie Versandkosten von 12,90 Euro.

StarDSL bietet 6 Tarife für SAT-Internet an

Beim Hamburger Sat-Provider StarDSL gibt es Tarife auf Basis der tooway-Plattform. Auch hier stehen sechs Tarife zur Wahl. Für den Einstiegstarif mit 2 GB und 5 Mbit/s fallen monatlich ebenfalls 19,90 Euro an. Der teuerste Volumentarif mit 100 GB und 22 Mbit/s kostet 89,90 Euro.

Die Aktivierungsgebühr liegt bei 24-Monatsverträgen bei 39 Euro. Für flexible Verträge ohne Laufzeit fallen einmalig 199 Euro an. Für die Sat-Hardware (Sat-Schüssel, LNB und Sat-Router) werden entweder für die Miete einmalig 49 Euro berechnet oder für den Kauf 399 Euro.

Volumentarife von Sat Internet Services

Der niedersächsische Anbieter Sat Internet Services nutzt ebenfalls die tooway-Plattform. Sat Internet Services vermarktet ausschließlich Volumentarife mit 10, 25, 40 oder 100 GB Volumen sowie der Flatrate "Flat Absolute". Die maximalen Datenraten liegen bei 22 Mbit/s. Preislich liegen die Tarife zischen 29,90 Euro und 89,95 Euro.

Die Tarife gibt es nur mit einer flexiblen Laufzeit. Für die Sat-Hardware wird bei Miete nichts berechnet. Wer die Technik kaufen will, zahlt 179 Euro. Eine Aktivierungsgebühr gibt es nicht. Auch Versandkosten fallen nicht an. Daher ist das Angebot von Sat Internet Services vor allem für Nutzer geeignet, die einen Internet Anschluss über SAT erst einmal testen möchten, ohne gleich horrende Gebühren dafür zahlen zu müssen. 

Eusanet: Tarife mit und ohne Laufzeit

Das bayerische Eusanet vermarktet drei SAT-Internet-Tarife. Der Tarif "Flexus" inkludiert 2 GB mit maximal 22 Mbit/s für monatlich 18,90 Euro. 10 GB und 22 Mbit/s gibt es für 29,90 Euro im Monat. Wer sich für den Flexus-Tarif ab 10 GB entscheidet, zahlt 54,90 Euro. Hier gilt ab einem verbrauchten Volumen von 30 GB das Fair-Use-Prinzip. Wer die Eusanet-Tarife ohne Laufzeit bucht, zahlt monatlich 5 Euro mehr.

Die Sat-Hardware schlägt mit 399 Euro zu Buche. Wer die Hardware mieten möchte, zahlt monatlich 5,95 Euro. Zudem wird in beiden Fällen eine Kaution in Höhe von 59,95 Euro erhoben. Diese wird nach Vertragsende zurückerstattet.

SkyDSL: Surfen ohne Drosselung

Der Berliner Anbieter skyDSL vermarktet drei Tarife für die Nutzung von SAT-Internet. Realisiert werden die Angebote über die tooway-Plattform von Eutelsat. skyDSL verzichtet auf die "Fair Use Policy". Das heißt: Alle Kunden können ohne Drosselung surfen.  

Die „skyDSL2+ Flat S“ kostet 29,90 Euro und unterstützt bis zu 6 Mbit/s. Die „skyDSL2+ Flat M“ mit maximal 12 Mbit/s gibt es für 39,90 Euro. Für die „skyDSL2+ Flat L“ mit maximal 20 Mbit/s fallen 69,90 Euro an. Ab dem 13. Monat reduziert skyDSL die Monatsgebühr bei allen Tarifen um jeweils 10 Euro. Die Mindestlaufzeit beträgt 1 Monat. Zudem gibt es bei jedem Paket ein Musikangebot dazu, womit je nach Flat zwischen 3 und 10 MP3-Titel abgerufen werden können.

Die Sat-Hardware kann für monatlich 9,90 Euro gemietet werden – zuzüglich einer einmaligen Zuzahlung von 39,90 Euro. Als Kaution fallen 210 Euro an, die in drei Raten gezahlt werden kann. Alternativ kann die Hardware käuflich erworben werden. Nach der Zahlung von einmalig 99 Euro und 24 Monatsraten von 14,90 Euro gehört die Hardware dem Kunden. Bei Sofortkauf schlägt die Technik mit 399 Euro zu Buche.

Orbitcom: Prepaid-Angebot für das Surfen via SAT

Der Anbieter Orbitcom nutzt Astra Connect des Satellitennetzbetreibers SES. Im Angebot enthalten sind sechs Tarife. Der günstigste kommt mit 5 GB und bis zu 10 Mbit/s aus. Dafür fallen monatlich 24,90 Euro.

Zudem bietet Orbitcom eine Prepaid-Lösung an: Für "Astra Connect Prepaid" zahlen Kunden für einen Nutzungszeitraum von 12 Monaten einmalig 199 Euro im Voraus. Das entspricht einer Monatsrate von 16,58 Euro. Die maximalen Download-Geschwindigkeiten liegen bei 6 Mbit/s. Das Inklusiv-Volumen beträgt 5 GB. Die Satelliten-Anlage ist ab 99 Euro erhältlich zuzüglich 12,90 Euro Versand. Einmalig wird eine Aktivierungsgebühr in Höhe von 39 Euro erhoben.

Filiago: SAT-Internet mit bis zu 16 Mbit/s

Der schleswig-holsteinische Anbieter Filiago vermarktet drei Sat-Internet-Tarife auf Basis der Alternativplattform von Avanti Broadband Service. „Sat 10.000 Speed“ mit maximal 10 Mbit/s kostet im Monat 19,95 Euro. Für „Sat 16.000 Speed“ (bis zu 16 Mbi/s) fallen 29,95 Euro an. Der Tarif „Sat 10.000 Speed Plus“ mit 4 GB und 10 Mbit/s schlägt mit 19,95 Euro zu Buche.   

Die Mindestvertragslaufzeit beträgt jeweils 24 Monate. Für die Aktivierung werden rund 100 Euro berechnet. Die Sat-Hardware kann für monatlich 9,95 Euro gemietet werden. Der Kaufpreis liegt bei 499,95 Euro.

Autor: ES