UMTS

Mobilfunknetze mit der Technik UMTS sind in Deutschland vor allen Dingen in den Städten, in Ballungsgebieten und den dicht besiedelten Regionen aufgebaut. UMTS-Mobilfunknetze sind die ersten Funknetze, die von Anfang an für den Datenverkehr optimiert wurden.

Sie werden als Netze der dritten Mobilfunk-Generation bezeichnet und liefern in der Praxis mit Zusatztechniken wie HSPA einen schnellen Internetanschluss von mehr als einem Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

UMTS, GSM und LTE: Die Unterschiede

UMTS und GSM-Netze haben eines gemeinsam: Die Sprache wird in beiden Netzen in einem gesonderten Kanal übertragen. GSM ist fürs Telefonieren optimiert, UMTS ist fürs Telefonieren und die Datenübertragung optimiert.

Anders der neue Mobilfunkstandard LTE: Er ist für reine Datenübertragung optimiert und liefert daher die größten Geschwindigkeiten. Anders als bei GSM und UMTS gibt es keinen eigenen Kanal für die Sprachübertragung, diese wird als Datenpaket wie alle anderen Datenpakete auch betrachtet.

UMTS-Netze in der Praxis: Die Geschwindigkeiten

 

Welche Geschwindigkeiten kann man nun in einem UMTS-Netz erwarten. Heute sind die UMTS-Mobilfunknetze überall mit einer auf der Basis von UMTS entwickelten Zusatztechnik aufgerüstet. Diese Zusatztechnik trägt den Namen HSPA und umfasst die Einzeltechniken HSDPA – für schnelleres Herunterladen von Daten – und HSUPA – für schnelleres Senden von Daten. Eine Weiterentwicklung ist HSPA+, das nochmal mehr Tempo bringt.

In der Werbung und auf den Webseiten der Unternehmen werden immer theoretische Höchstgeschwindigkeiten angepriesen, in UMTS-Netzen liegen diese theoretischen Höchstgeschwindigkeiten derzeit zwischen 3,6 Megabit pro Sekunde und 42 Mbit/s. Diese werden in der Praxis allerdings nicht erreicht – denn in den Mobilfunk netzen teilen sich alle Nutzer, die gerade an einem Sendemast eingecheckt haben, das Gesamttempo.

In der Praxis können Sie in gut ausgebauten Netzen beim Herunterladen von Daten Geschwindigkeiten von über 1 Mbit/s erwarten, diese liegen im Schnitt zwischen 1,5 und 3,4 Mbit/s.

UMTS in Deutschland und weltweit

In Deutschland wurden die ersten UMTS-Netze 2004 kommerziell in Betrieb genommen. Alle vier Netzbetreiber – also E-Plus, Deutsche Telekom, Telefónica O2 und Vodafone –haben ein UMTS-Netz, das mit HSPA aufgerüstet wurde. Ganz gleich wie der Tarif heißt, den Sie nutzen und von wem er verlauft wird, Sie sind immer in einem dieser vier Netze unterwegs.

Diese Netze sind unterschiedlich gut ausgebaut. Wenn Sie sich über die aktuelle Qualität der einzelnen Netze informieren wollen, so können Sie sich die neuesten Netztests anschauen. Diese werden regelmäßig durchgeführt von „Chip online“ und der Zeitschrift „connect“. Es gibt weiterhin Tests der „Stiftung Warentest“ und Auswertungen von Leser-Daten in Mobilfunknetzen, welche die Zeitschrift „Computerbild“ sammelt.

In Europa ist die UMTS-Funktechnik weit verbreitet, sie wird dort auf den Frequenzen 900 und 2100 Megahertz genutzt. Im Sommer 2011 gab es 410 UMTS-Netze in 162 Ländern. In Europa saßen 166 UMTS-Netzbetreiber, auf dem amerikanischen Kontinent samt Karibik waren es 89, im asiatisch-pazifischen Raum 81, im Mittleren Osten plus Afrika 74. Für die Nutzung dieser Netze waren insgesamt über 3200 unterschiedliche Geräte am Markt.