Geschwindigkeit im mobilen Internet

Im mobilen Internet schwankt die Geschwindigkeit beim Surfen stark; sie hängt ab von der verwendeten Technik, dem Anbieter und dessen Ausbau vor Ort, sowie von der Anzahl der Nutzer in einer Funkzelle. Die Datenraten, die von den Anbietern angegeben werden, sind als Maximalwerte zu verstehen. In der Praxis werden sie nie erreicht.

Diese Datenraten sind realistisch

In der Regel kann man tagsüber in Städten von einer Datenrate zwischen 2 und über 3 Mbit/s ausgehen. Dies entspricht in etwa einem DSL-2000-Anschluss. Selbst bei den Spitzenreitern Vodafone und Telekom erreicht man meist nicht mehr. Beim Herunterladen von größeren Dateien auf dem Lande liegt das Tempo derzeit zwischen 1,5 und 2,5 Mbit/s.

Der Netzausbau schreitet voran

Die deutschen Netzbetreiber bauen ihre mobilen Datennetze stetig aus. Die UMTS-Netze der dritten Generation (3G) decken schon große Teile Deutschlands ab, vor allem in dichter besiedelten Gebieten. Diese Netze werden mit Beschleunigungstechniken ausgebaut. HSDPA ermöglicht theoretisch mobiles Surfen mit bis zu 14,4 Mbit/s, während HSPA+ Geschwindigkeiten von bis zu 42,2 Mbit/s zulässt.

Die Telekom stellt bereits im gesamten UMTS-Netz HSPA+ zur Verfügung; Vodafone und O2 treiben den HSPA+-Ausbau mit großen Schritten voran. E-Plus baut zwar punktuell ebenfalls HSPA+ aus, folgt den anderen drei Netzbetreibern aber traditionell, was Netzabdeckung und Geschwindigkeit angeht.

Die neue Mobilfunktechnik Long Term Evolution (LTE), die theoretisch bis zu 100 Mbit/s bietet, wird von Vodafone, der Telekom und Telefónica O2 sowohl stationär als auch mobil ausgebaut. E-Plus hält sich hier erst einmal zurück.