Mobiles Breitband für Einsteiger: Die Kürzel

Wer sich zum ersten Mal per Funk einen schnellen Zugang zum Internet verschaffen will, der stößt rasch auf eine Fülle von verwirrenden Kürzeln: GSM, GPRS, EDGE, UMTS, HSPA, HSPA und HSUPA oder HSPA+.

Es ist alles nicht so kompliziert: Diese Kürzel stehen für bestimmte Funk-Techniken, mit denen man Daten übertragen kann – mal langsam mal sehr schnell, das hängt von der jeweiligen Technik ab. Wir sortieren für Sie den Buchstabensalat und sagen Ihnen, was die wichtigsten Kürzel bedeuten.

Datenübertragung gaaaanz langsam: GSM, GPRS und EDGE

Am behäbigsten ist die mit GPRS bezeichnete Technik – hier kommt man beim Herunterladen von Daten aus dem Netz (Download) auf höchstens 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) und beim Senden von eigenen Daten (Upload) auf höchstens 26 kbit/s. Diese Technik wird in älteren Mobilfunknetzen verwendet, den sogenannten GSM-Netzen der zweiten Mobilfunkgeneration (2G). Die waren ursprünglich nicht für Datenübertragung in großen Mengen ausgelegt.

Ebenfalls in GSM-Netzen wird die Datenfunktechnik EDGE genutzt, damit gibt es etwas über 200 kbit/s im Download und etwas über 100 kbit/s beim Upload. GSM samt GPRS und EDGE wird heute vor allen Dingen in schwach besiedelten Gebieten verwendet. Dort ist schnelles Surfen dann nicht möglich.

GSM steht für das Englische „Global System for Mobile Communication“ deutsch: Globales System für Mobile Kommunikation; GPRS für das englische General Packet Radio Service, deutsch: Allgemeiner paketorientierter Funkdienst; EDGE für das Englische „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, deutsch: Verbesserte Datenraten zur GSM Entwicklung.

Datenübertragung flott: UMTS, HSPA und HSPA+

In den Ballungsräumen dagegen nutzen die vier Mobilfunkbetreiber – also Deutsche Telekom, E-Plus, Telefónica/O2 und Vodafone - die UMTS-Technik. Sie wurde geschaffen, um in einem Netz mobil zu telefonieren und gleichzeitg schnelle Daten per Funk zu übertragen. UMTS bietet zwar auch nur 384 kbit/s beim Herunterladen von Daten, doch alle Betreiber haben sie mit weiteren Techniken für ein schnelleres Tempo hochgerüstet – diese Techniken gehören zur HSPA-Familie: Es gibt HSDPA fürs schnelle Herunterladen von Daten aus dem Netz und HSUPA fürs schnelle Senden von Daten ins Netz. HSPA beginnt ab einer - theoretischen – Höchstgeschwindigkeit - von 3,6 Mbit/s beim Herunterladen von Daten und 1,4 Mbit/s beim Senden von Daten.

Die Weiterentwicklung von HSPA ist HSPA+, hier können schon 21 beziehungsweise 42 Mbit/s in Mobilfunknetzen als theoretische Spitzengeschwindigkeit angeboten werden, derzeit sind etwa 5,6 Mbit/s beim Senden von eigenen Daten möglich.

UMTS steht für den englischen Ausdruck „Universal Mobile Telecommunications System“ (deutsch: Universelles Mobiles Telekommunikations-System); HSPA für „High Speed Package Access“ (deutsch: Schnelle Datenübertragung in Paketform) HSDPA für „High Speed Downlink Packet Access“ (deutsch: Schnelle Datenübertragung in Paketform beim Empfangen); HSUPA für „High Speed Uplink Packet Access“ deutsch: Schnelle Datenübertragung in Paketform beim Senden.

Datenübertragung schnell: LTE

Die derzeit schnellste Mobilfunktechnologie LTE wurde in Deutschland zuerst in den entlegenen Regionen ohne einen schnellen Internet-Anschluss eingesetzt, dort haben die Anbieter die Technik nicht immer ausgereizt und teilweise Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt.

Als nächstes wird LTE in den großen Städten und Ballungsräumen aufgebaut, in der Praxis wird man dort zwischen 25 bis 30 MBit/s im Download bekommen sowie bis zu 9 MBit/s bei Uploads. LTE steht für das Englische Long Term Evolution (Langfristige Entwicklung).

Die Handy-Ortung: GPS und A-GPS

Wenn Ihr Handy eingeschaltet ist, weiß der Mobilfunkbetreiber immer, wo Sie gerade sind – schließlich müssen Sie sich ja beim nächstgelegenen Sendemast anmelden. Geortet werden Sie mit Hilfe zweier Techniken: GPS und A-GPS. Mit GPS wird Ihr Handy per Satellit geortet, mit A-GPS per Staellit und durch die umliegenden Mobilfunkmasten. GPS brauchen Sie, um Navigationsdienste auf dem Handy oder Smartophone zu nutzen oder um beispielsweise das nächstgelegene Hotel oder Spezialitätenrestaurant zu finden oder eine Wettervorhersage zu bekommen für den Ort an dem Sie gerade sind.

GPS steht für das Englische Global Positioning System deutsch: Globales Ortungssystem, A-GPS steht für das Englische Assisted Global Positioning System, deutsch: Unterstütztes Globales Ortungssystem.

NFC: Mit dem Handy bezahlen

Wenn Sie ein brandneues Smartphone haben, ist darin womöglich eine Technik mit dem Namen NFC verbaut. Damit können Sie das Handy als Geldbörse benutzen oder als Eintrittskarte oder als Fahrkarte – wenn derartige Dienste gerade angeboten werden.

NFC steht für das Englische Near Field Communication, deutsch: Kommunikation im Nahbereich.