Mobiles Internet Anbieter

In Deutschland gibt es vier Netzbetreiber, die für das mobile Internet auch Tarife anbieten: die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica (O2) und E-Plus. Smartphone-Nutzer wie Laptop-Surfer finden bei ihnen Angebote für das mobile Surfen, meist sowohl als Prepaid- als auch als Postpaid-Varianten.

Die Deutsche Telekom

Das UMTS-Netz ist vor allem in Städten sehr gut ausgebaut und auch der Datenbeschleuniger HSDPA ist an vielen Orten verfügbar. Laut Angaben kann man sogar schon im gesamten UMTS-Netz HSPA+ mit bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nutzen. An manchen Orten ist es möglich, mit theoretisch bis zu 42,2 Mbit/s zu surfen. Die Technik HSUPA ermöglicht das Senden von Daten mit bis zu 5,76 Mbit/s und ist im Telekomnetz ebenfalls an vielen Orten verfügbar.

Im Netztest 2010 der Zeitschrift Connect kam die Telekom auf den dritten Platz. Sie musste sich Telefónica (damals noch O2) nur knapp geschlagen geben, in vielen Bereichen lagen die beiden fast gleichauf. Der Anteil an Verbindungen über einem Megabit lässt sich trotz des dritten Platzes sehen: 84,2 Prozent in der Stadt und 41,1 Prozent auf dem Land.

Bei der Telekom gibt es sowohl für Smartphone-Nutzer als auch für Laptop-Surfer ein breites Angebot an Tarifen, sowohl Prepaid als auch Postpaid. Die Prepaid-Tarife gibt es als Tagesflatrates oder als Fairflats auf Monatsbasis. Die Vertragstarife sind preislich vor allem nach dem Volumen gestaffelt, bei den beiden teuersten Tarifen surft man aber auch schneller, entweder mit theoretisch bis zu 21,6 oder 42,2 Mbit/s statt der üblichen 7,2 Mbit/s.

Vodafone

 

Vodafone ein Datennetz der zweiten Genration mit dem Datenbeschleuniger EDGE, sowie ein UMTS-Netz der dritten Generation. Laut Angaben des Konzerns steht das UTMS-Netz über 80 Prozent der Deutschen zur Verfügung. Im UMTS-Netz ist an vielen Orten, vor allem in den Städten die Technik HSDPA ausgebaut, womit theoretisch Geschwindigkeiten bis zu 7,2 Mbit/s beim Herunterladen von Daten erreicht werden können. Vodafone hat in einigen Städten bereits HSPA+ ausgebaut und bietet damit theoretisch bis zu 21,6 Mbit/s.

Aus dem Connect-Netztest 2010 ging Vodafone als Sieger hervor. Der Anteil der Verbindungen über einem Megabit pro Sekunde lag in Städten bei 91,2 Prozent und auf dem Land bei 68,1 Prozent. Damit lag Vodafone in Sachen Breitbanddurchdringung weit vor der Konkurrenz.

Bei Vodafone gibt es für mobile Surfer sowohl Prepaid- als auch Postpaid-Tarife. Die Vertragstarife sind preislich nach Datenvolumen und Geschwindigkeit gestaffelt. Jedoch dürfte vor allem das Volumen ein Argument für einen teureren Tarif sein, denn eine Geschwindigkeitsgarantie gibt es bei den Datentarifen nicht. Wenn eine Funkzelle voll ist, surft man mit einem 21,6-Mbit-Tarif genauso schnell wie der Billigsurfer mit dem 3,6-Mbit-Tarif. Die Prepaid-Tarife bieten für eine bestimmte Zeit ein Datenvolumen. Ist dieses verbraucht, wird die Verbindung getrennt und es muss ein neues Paket gebucht werden.

Telefónica (O2)

Telefónica (O2) unterhält ebenfalls ein GSM-Netz der zweiten Generation, in dem mit dem Datenbeschleuniger EDGE Surfen mit bis zu 230 kbit/s möglich ist. Das UMTS-Netz erreicht laut Konzernangaben 65 Prozent der Deutschen. An vielen Orten ist dort die Ausbaustufe HSDPA mit theoretisch bis zu 7,2 Mbit/s verfügbar. In einigen Städten kann man mit HSPA+ mit einer theoretischen Geschwindigkeit von bis zu 21,6 Mbit/s surfen.

Beim Connect-Netztest 2010 kam Telefónica, damals noch O2, knapp vor der Deutschen Telekom auf den zweiten Platz. Der Anteil der Verbindungen über einem Megabit pro Sekunde lag in der Stadt bei 83,5 Prozent, auf dem Land bei 52,7 Prozent.

Die Tarife bei Telefónica (O2) gibt es für Smartphone-Nutzer in Form von monatlich kündbaren Fair-Flatrates. Laptop-Nutzer haben die Wahl zwischen Vertragstarifen, die ebenfalls in Form von Fair-Flatrates angeboten werden und Prepaid-Angeboten. Bei diesen hat man die Wahl zwischen Tages-Flatrates und Monats-Flatrates, die jeweils für einen Tag, beziehungsweise einen Monat gebucht werden.

E-Plus

E-Plus unterhält ein GSM-Netz der zweiten Generation, in dem flächendeckend EDGE verfügbar ist. Beim UMTS-Ausbau erreicht E-Plus eine Abdeckung von 62,5 Prozent laut Konzernangaben. Die Ausbaustufe HSDPA ist aber nur an einigen Orten verfügbar.

Beim Connect-Netztest 2010 kam E-Plus auf den letzten Platz, weit abgeschlagen hinter den anderen drei Netzbetreibern. Die Verbindungen über einem Megabit pro Sekunde lag in Städten bei 46 Prozent und auf dem Land 13,9 Prozent. Damit hinkte E-Plus den anderen Anbietern traditionell hinterher.

Die Tarife von E-Plus setzen vor allem auf niedrigen Preis und einfache Struktur. Sowohl Smartphone-Nutzer als auch Laptop-Surfer können monatlich Tarife hinzubuchen oder wieder kündigen. Die Tarife werden als Fair-Flatrates angeboten und sind nach dem Volumen gestaffelt.