Surfsticks

Ein Surfstick ist ein mobiles Funkmodem, das im Gewand eines USB-Sticks daherkommt. Es sendet und empfängt Funksignale, über die man unterwegs im Internet surft. Surfsticks gibt es in vielerlei Ausführungen, je nach Land, Anbieter und erforderlicher Funktechnik. Surfsticks lassen sich über externe Antennen und Speicherkarten aufrüsten.

Einstecken und direkt lossurfen

Hat man den Surfstick eingesteckt, startet meist automatisch die auf dem Stick vorhandene Installationssoftware. Ist die Verbindungssoftware erst installiert, kann man direkt lossurfen. Über die Verbindungssoftware hat man die Geschwindigkeit und die verbrauchten Daten im Auge. Ist die Möglichkeit durch den Tarif gegeben, kann man über die Verbindungssoftware auch SMS empfangen und versenden.

Andere Länder, andere Frequenzen

 

Surfstick ist aber nicht gleich Surfstick. Es gibt unterschiedliche Funktechniken und –standards, die sich je nach Land und Region unterscheiden. So gut wie alle Surfsticks beherrschen Funktechniken in GSM-Netzen der zweiten Generation, wie GPRS und EDGE. Damit ist Surfen mit maximal 230 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) möglich. An vielen Orten in Deutschland sind UMTS-Netze der dritten Generation ausgebaut mit den Ausbaustufen HSDPA und oft sogar schon HSPA+. Damit surft man mit maximal 42,2 Mbit/s, was allerdings noch an wenigen Standorten verfügbar ist.

In diesen Netzen funken Surfsticks auf vielen verschiedenen Frequenzen. Diese unterscheiden sich je nach Land. Daher kann man nicht ohne weiteres einen Surfstick im Ausland kaufen und in Deutschland einsetzen. Oft kommen andere Techniken und Frequenzen als hierzulande zum Einsatz kommen.

Auf dem amerikanischen Kontinent werden in Mobilfunknetzen der zweiten Generation die Bereiche um 850 sowie 1900 MHz genutzt, in Europa, Asien und Australien funkt man in 2G-Netzen auf 900 sowie 1800 MHz. Wenn man einen Surf-Stick hat, der über diese vier GSM-Schlüsselfrequenzen – das sogenannte Quadband - verfügt, ist man auf der sicheren Seite - der Stick ist global einsetzbar. Etwas komplizierter ist es mit der UMTS-Frequenz – hier wird in Deutschland wie in der EU für den Uplink – also das Senden von Daten - die Frequenz von 1900 Megahertz genutzt, für das Herunterladen von Daten – den Downlink - der 2100 Megahertz-Bereich.

Antennen und Speicherkarten als Zubehör

Neben der Verbindung ins Internet bieten UMTS-Sticks oft einen weiteren Steckplatz für Speicherkarten. Diese Micro-SD-Karten bieten Speicherplatz von mehreren Gigabytes und können ausgetauscht werden, falls eine Karte mit größerer Kapazität benötigt wird.

Interessant ist auch die Information, ob der jeweilige Stick die Möglichkeit bietet, eine externe Antenne anzuschließen. Gerade bei schwächerem Signal kann dies zu einer stabileren Verbindung führen. Da nicht alle Sticks darauf ausgelegt sind, lohnt sich auch hier ein Blick in die Produktbeschreibung.

Die Frage der Sperrung ist wichtig

Möchte man nicht nur eine Sim-Karte verwenden oder irgendwann den Anbieter wechseln, ist es interessant, zu erfahren, ob der Stick für andere Anbieter gesperrt ist. Bei einigen Sticks ist dies durch einen sogenannten Sim-Lock der Fall. Dann kann ein Stick nur mit der beigefügten Sim-Karte verwendet werden. Geht sie verloren oder wird sie beschädigt, muss man Ersatz vom Anbieter anfordern.

Manchmal haben Sticks auch nur einen Net-Lock. Das heißt, dass sie auf das Netz eines Anbieters festgelegt sind. Dann kann man zumindest andere Karten des gleichen Anbieters verwenden. Ob ein Stick gesperrt ist oder nicht, erfährt man vom Anbieter; eine Rückfrage lohnt sich, möchte man zum Beispiel den Surfstick auch mit anderen, ausländischen Sim-Karten im Urlaub verwenden.

Kauft man Surfsticks im freien Handel als Herstellermodelle, sind sie ohne Sim- oder Net-Lock. Viele Mobilfunkanbieter verkaufen allerdings auch ihre Surfsticks ohne Sperren. Sind sie doch gesperrt, lässt sich diese gegen Gebühr aufheben oder kostenlos nach zwei Jahren.