Ratgeber: Die Tarife im TV-Kabelnetz

Die Kabelbetreiber bieten eine Fülle von Einzeltarifen und Tarifpaketen an – da gibt es Tarife nur zum Surfen, nur zum Telefonieren und nur zum Fernsehen – und natürlich alle möglichen Kombinationen aus allen drei Tarifarten. Wir sortieren ein bisschen vor und sagen Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Wir haben dabei die Angebote der großen Drei – also Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel Baden-Württemberg zugrunde gelegt. Womöglich gibt es bei einem kleinen lokalen Anbieter bessere Konditionen - dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was marktüblich ist und gibt einen Vergleichsmaßstab.

Tarife nur zum Surfen

Paket-Tarife

 

Telefonieren und Surfen (also unbegrenztes Telefonieren ins deutsche Festnetz und unbegrenztes Surfen - gibt es ab 25 Euro monatlich, hier hängt der Preis davon ab, welche Geschwindigkeitsstufe Sie für das schnelle Internet wählen.

Für einen sorgenfreien Dreier – unbegrenztes Telefonieren ins Festnetz, unbegrenztes Surfen und das TV-Basisprogramm mit den kostenlosen Sendern – zahlt man zwischen 30 und 50 Euro. Hier ist die Ausstattung mit Geräten der entscheidende Punkt, wenn sie einen Recorder dazu nehmen, kostet der entweder monatliche Miete oder der Grundtarif wird deutlich teurer.

Online-Rabatte und Sonderaktionen

Wer online bucht, bekommt einige Rabatte – beispielsweise wird die Anschlussgebühr um 40 bis 50 Euro ermäßigt. Für Wechsler oder Neukunden gibt es mitunter Gratismonate oder einen verbilligten Tarif für einen bestimmten Zeitraum, danach wird es automatisch teurer.

Die Zusatzkosten

Wer bei den Kabel-Anbietern einsteigt, bekommt einige Geräte gratis oder zur kostenlosen Nutzung die man anderwärts kaufen oder mieten muss. Auch dies sollte man bei einem Preisvergleich beispielsweise zwischen DSL-Anbietern und Kabelanbietern berücksichtigen.

Ein Beispiel: WLAN-Router zum Surfen gibt es oft umsonst dazu, ebenso wie das Kabelmodem, falls man nur telefonieren will. Manchmal muss man dafür auch zahlen. Bei den TV-Tarifen kann man hier noch die kostenlose Nutzung eines Videorecorders als Pluspunkt verbuchen, doch auch der Recorder kann gebührenpflichtig sein. Ansonsten werden bei der Buchung einmalige Anschlusskosten zwischen Null und 50 Euro fällig, dazu können noch Versandkoste für Geräte kommen.

Man muss also die Kosten für den Tarif plus die einmaligen oder monatlichen Kosten für die Geräte wie Modem, WLAN-Router und Receiver oder Recorder plus Anschlussgebühren plus Versandgebühren noch zu den Grundkosten dazu rechnen.

Kundenfallen, Laufzeiten und Vertragsbedingungen

Man tut auch bei Kabelbetreibern gut daran, den Vertrag genau zu lesen. Bei Kabel Deutschland beispielsweise werden bei vielen Tarifen Gratispakete für zwei bis drei Monate angeboten, wenn man sie nicht rechtzeitig kündigt, können sie sich bis zu einem Jahr verlängern, dann zahlt man je nach Paket zwischen vier und zehn Euro für Dienste, die man eigentlich nicht will und nicht braucht. Natürlich gibt es auch für diese als Gratispaket getarnten Zusatzdienste Kündigungsfristen, die man einhalten sollte, um eine automatische Verlängerung zu vermeiden.

Aufpassen sollte man auch bei den normalen Tarifen – diese können im Rahmen einer Aktion schon mal deutlich billiger sein, das gilt dann beispielsweise für 12 Monate, ab dem 13. wird ein deutlicher Aufpreis fällig. Hier kann sich ein 12-Monatsvertrag automatisch um ein weiteres Jahr verlängern, wenn er nicht sechs Wochen vorher gekündigt wurde. Diese Kündigungsbedingung finden Sie bei Kabel Deutschland nicht einmal in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sondern im Merkblatt zu Preisen und Leistungen – als Fußnote.