Kosten für Glasfaseranschlüsse

Der Markt für schnelles Internet per Glasfaser in Deutschland ist aufgesplittert in etliche mittlere und kleine regionale Anbieter, dazu kommt die Deutsche Telekom mit einem Angebot für ausgesuchte deutsche Städte in der ganzen Republik.

Wer einen Anschluss per Glasfaser entweder bis ins Gebäude (FTTB) oder direkt bis in die Wohnung (FTTH) haben will, muss  im Schnitt mit 50 Euro monatlich für unbegrenztes Telefonieren ins deutsche Festnetz plus schnelles Surfen rechnen.

Der Betrag variiert je nach angebotenen Geschwindigkeiten beim Herunterladen (Download) von Daten beziehungswiese beim Senden von eigenen Daten übers Internet (Upload). Als Faustregel gilt: je schneller desto teurer. Auch Anschluss und Endgeräte sind meist deutlich teurer als bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen.

Überregional: Deutsche Telekom

Als Beispiel für einen überregionalen Tarif haben wir die Deutsche Telekom als einzigen bundesweiten Anbieter genommen.

Bei der Telekom kostet ein Anschluss von 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten und 50 Mbit/s beim Senden von eigenen Daten übers Internet 54,95 Euro. Wer übers Glasfaserkabel  noch hochauflösendes Fernsehen haben will zahlt  monatlich 64,95 Euro.

In beiden Fällen bekommt man für fünf Euro mehr im Download 200 Mbit/s und 100 Mbit/s im Upload. Die Tarife der Telekom gelten für FTTH-Anschlüsse, hier reicht die Glasfaser direkt bis an oder in die Wohnung oder ins Büro.

Regional: Sasbachwalden

Als Beispiel für einen regional vertriebenen Tarif haben wir den Luftkurort Sasbachwalden und die Metropolregion Köln genommen.

Im Sasbachwalden gibt es ein kleines lokales  Netz, das von der Gemeinde in Eigenregie gebaut wurde. Die Tarife im Netz werden von einem Unternehmen vermarktet, der Telsakom GmbH. In der Metropolregion Köln offeriert Netcologne schnelle Glasfaser-Anschlüsse.

In Sasbachwalden zahlt der Kunde 49,90 Euro pro Monat für  50 Mbit/s im Download und 2 Mbit/s im Upload; will er 75 Mbit/s im Download und 3 Mbit/s im Upload kostet es 64,90 Euro. In beiden Fällen ist in diesem Paket auch unbegrenztes Telefonieren ins deutsche Festnetz enthalten.

In der Metropolregion Köln gibt es einen schnellen Glasfaseranschluss von Netcologne in einigen Ortsteilen, hier werden für 100 Mbit/s (Download) und 10 Mbit/s im Upload ab 34,90 Euro fällig für Telefonieren und Surfen, dazu kommen allerdings hohe Anschluss- und Gerätegebühren.

Die Tarife in Sasbachwalden und in Köln gelten für FTTB-Anschlüsse, hier reicht die Glasfaser bis an oder ins Gebäude (FTTB). Bei FTTB-Anschlüssen endet die Glasfaser in der Praxis oft im Keller. Da hier das allerletzte kurze Teilstück zwischen WLAN-Router und Kabelanschluss per Kupferkabel bewältigt ist, sind die Spitzengeschwindigkeiten geringer.

Zusätzliche Gebühren und Vertragslaufzeit

Die Geräteausstattung ist je nach Anschlussart unterschiedlich. Wird die Glasfaser nur bis in oder an das Gebäude verlegt (FTTB)  braucht der Kunde einen handelsüblichen WLAN-Router, dieser kann dann monatlich gemietet werden oder der Kunde kauft ihn.

Hat der Kunde einen Glasfaseranschluss, der bis in die Wohnung oder das Büro reicht (FTTH), braucht er einen glasfaserfähigen WLAN-Router. Die Verträge mit einem Glasfaseranschluss haben in der Regel eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren.

Dazu kommen oft die Kosten für den Anschluss und die Geräte, diese können bis zu 100 Euro beim Anschluss und bis zu 190 Euro für Geräte betragen.    öhe ist vom Service abhänbgig.

Autor: et