DSL pur – ohne Telefon und TV

Nicht jeder, der Internet via DSL nutzt, braucht gleich ein Komplettpaket mit Telefon-Flatrate und TV-Paket. Die Lösung: Reine DSL-Flatrates ohne Telefon. Für einen monatlichen Festpreis kann der Kunde rund um die Uhr ohne Volumenbegrenzungen und ohne zusätzliche Kosten im Internet surfen.

Reine DSL-Flatrates eigenen sich für Surfer, die das Internet intensiv nutzen – also täglich surfen, chatten und Programme oder Video-Dateien herunterladen – und hauptsächlich über Handy telefonieren sowie Fernsehen via Sattelitenschüssel empfangen.

Surfen mit bis zu 16.000 kbit/s

Hat man sich erst einmal für einen DSL-Anschluss entschieden, zeigt sich schnell, dass es gar nicht so einfach ist, eine reine DSL-Flatrate zu finden. Denn nicht alle Anbieter vertreiben DSL ohne kombinierten Telefonanschluss. Neben den Netzbetreibern Telekom Deutschland und Vodafone bieten auch die Telekommunikationsanbieter 1&1, Alice, Congstar, QSC sowie Tele2 reine DSL-Flatrates an.

Die Internet-Flatrates werden mit unterschiedlichen Download-Geschwindigkeiten angeboten. Zumeist werden 6.000er – 6000 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) – und 16.000er Anschlüsse – 16.000 kbit/s – vertrieben. Die Kosten für einen DSL-Anschluss liegen in der Regel zwischen 15 Euro und 30 Euro.

Was Sie bedenken sollten: Komplett-Pakete mit Internet und Telefon werden bereits zu ähnlichen oder günstigeren Konditionen angeboten. 1&1 vertreibt sein Komplett-Paket bestehend aus Internet-Flat (16.000 kbit/s) und Festnetz-Flat beispielsweise für monatlich 20 Euro (gilt in den ersten 24 Monaten).

Alternativ: Internet via Kabel oder Mobilfunknetz

Falls bei Ihnen zuhause kein DSL-Anschluss zur Verfügung steht, müssen Sie auf schnelles Internet nicht verzichten. Als Alternative zum reinen DSL-Anschluss vertreiben auch Kabel-Anbieter wie Kabel Deutschland oder Unitymedia Internet-Angebote ohne Telefon. Der Vorteil: Die Kabel-Anbieter bieten deutlich schnellere Download-Geschwindigkeiten an – bis zu 128.000 kbit/s.

Eine zweite Variante kann ein mobiler Internetzugang via UMTS und seinen Daten-Beschleunigern HSDPA und HSUPA sein. Der Nachteil hier: Nicht überall steht UMTS zur Verfügung. Besonders in ländlichen Regionen gibt es oft nur das langsamere GSM-Netz. Darüber hinaus werden die theoretischen Höchst-Geschwindigkeiten von 7.200 kbit/s kaum erreicht. Oft können Surfer froh sein, wenn sie im UMTS-Netz mit 2.000 kbit/s im Internet surfen.