DSL-Kosten: Was Sie alles für den DSL-Anschluss zahlen

Die Kosten für DSL-Tarife schwanken stark: Der Kunde zahlt zwischen zehn und 50 Euro im Monat. Dies liegt zum einen an den unterschiedlichen Tarif-Paketen: Am günstigsten sind die reinen Internet-Angebote. Nur unwesentlich teurer sind 2er-Pakete, die einen Internet- und einen Festnetz-Telefonanschluss kombinieren. Zudem gibt es vereinzelt 3er-Pakete mit Internet, Telefon und TV, das kostet deutlich mehr.

Zum anderen entscheidet die maximale Geschwindigkeit des Anschlusses über den  Preis: Je schneller Sie im Internet surfen, desto höher ist auch die Monatsgebühr.

Einzel-Angebote ab zehn Euro

Bei reinen DSL-Ingternet-Tarifen surfen Sie für einen monatlichen Festpreis rund um die Uhr im Internet – und das ohne Volumenbegrenzung. Die Kosten für so eine Internet-Flatrate liegen für gewöhnlich zwischen zehn und 30 Euro. Zumeist vertreiben die Anbieter DSL-Anschlüsse mit maximal 6.000 und 16.000 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) im Download. Angeboten werden die Einzel-Tarife unter anderem von der Telekom Deutschland, Vodafone, Alice, 1&1 oder Congstar.

Aber Achtung: Komplett-Pakete mit Internet und Telefon werden von den Anbietern bereits zu ähnlichen oder günstigeren Konditionen angeboten. Vergleichen Sie daher vorher die Preise sowie die Leistungen, die sie bekommen.

Mit maximal 50.000 kbit/s surfen

Für ein DSL-Komplett-Paket zahlen Sie in der Regel zwischen 20 und 50 Euro im Monat – je nach Anbieter und Geschwindigkeit. Dafür können Sie unbegrenzt im Internet surfen und kostenlos in das deutsche Festnetz telefonieren. Auch hier werden unterschiedliche Geschwindigkeiten beim Herunterladen von Daten angeboten. Die maximalen Datenraten liegen zwischen 6.000 und 50.000 kbit/s. Komplett-Pakete werden mittlerweile als Standard-Angebot vertrieben – unter anderem von der Telekom Deutschland, Vodafone, Telefónica Germany (O2), 1&1, Congstar und Tele2 oder den regionalen Anbietern wie Ewetel, M-Net oder Net Cologne.

Auch hier gilt: Unbedingt vergleichen. So bieten beispielsweise sowohl die Telekom als auch 1&1 ein Paket mit einer 50.000er DSL-Leitung an. Doch während die Telekom monatlich 45 Euro verlangt, begnügt sich 1&1 in den ersten 24 Monaten der Laufzeit mit 35 Euro.

DSL-Pakete mit Internet, Telefon und TV sind noch eher selten; den 3er-Pack gibt es bei der Telekom, Vodafone und Alice.

Online-Rabatte und Sonderaktionen

Bei den monatlichen Grundgebühren sollten Sie darauf achten, wie lange diese gelten. Einige Anbieter – darunter Alice und 1&1 – erhöhen ihren groß auf den Webseiten gezeigten  Monatspreis nach zwölf oder 24 Monaten um bis zu zehn Euro monatlich. Das erfährt man bei Alice in den kleingedruckten Fußnoten oder wenn man das Bestellformular ausfüllt.

Viele Anbieter locken mit Aktions- oder Online-Rabatten. Bei O2 gibt es beispielsweise 15 Prozent Rabatt auf die Monatsrechnung; bei der Telekom sind es zehn Prozent. Die Rabatte gelten über die gesamte Laufzeit von 24 beziehungsweise zwölf Monaten. Aber: Auch Rabatt-Aktionen können vor Vertragsende auslaufen.

Andere Anbieter locken hingegen mit einem einmaligen Bonus – so wie Alice. Dort erhalten Neukunden 50 Euro Startguthaben (aber nur bei 24-monatiger Laufzeit).

Auf einmalige Zusatzkosten achten

Für DSL-Neukunden fallen neben der monatlichen Grundgebühr noch weitere Kosten an. Um Sie zu beruhigen: Es sind zumeist einmalige Beträge, die Sie an den jeweiligen Anbieter entrichten müssen. Einige DSL-Anbieter berechnen eine Bereitstellungs- oder Anschlussgebühr. Bei der Telekom Deutschland liegt diese beispielsweise bei 60 Euro, bei Vodafone beträgt die einmalige Gebühr rund zehn Euro.

Auch für die Hardware fallen Kosten an – in der Regel zwischen 30 und 50 Euro. Teilweise werden WLAN-Router von den Anbietern aber auch kostenlos zur Verfügung gestellt. Beinahe durchgängig werden hingegen Versandkosten in Höhe von zehn Euro erhoben.

Die Sache mit der Mindestlaufzeit

Auch die Vertragslaufzeit hat Auswirkungen auf die Kosten für einen DSL-Anschluss. Neben längeren Laufzeiten von zwölf bis 24 Monaten gibt es bei einigen Anbietern DSL-Tarife mit kurzen Laufzeiten von ein bis drei Monaten. Aber: Für Tarife mit verkürzter Laufzeit fallen oft zusätzliche oder höhere Kosten für Hardware und Bereitstellung an. Zudem entfallen meistens sämtliche Rabatt-Aktionen oder Startguthaben.