DSL leicht gemacht: Ein Ratgeber für DSL-Einsteiger

Den Begriff DSL haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Für viele stehen die drei Buchstaben für schnelles Internet und unbegrenztes Surfen. Doch was steckt wirklich hinter dieser Technik? Wie kommen Sie an Ihren eigenen DSL-Anschluss? Und auf was müssen Sie dabei achten? In unserem Ratgeber haben wir die wichtigsten Informationen rund um das Thema DSL zusammengetragen.

Lektion eins: Die DSL-Technik

DSL steht für Digital Subscriber Line und ist der Oberbegriff für eine Breitband-Übertragungstechnik, die über das Telefonnetz realisiert wird. Über Kupfer- und Glasfaserkabel ist damit schnelles Surfen im Internet möglich.

Eine häufig verwendete DSL-Technik ist ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line). Dabei handelt es sich um eine asymmetrische DSL-Technik, bei der die Geschwindigkeit für den Datenempfang (Download) deutlich höher ist, als die Geschwindigkeit für das Senden von Daten (Upload). Die Technik ist insbesondere für private Nutzer geeignet, da diese durch das Surfen und das Herunterladen von Musik oder Videos mehr Daten empfangen als senden.

Für Geschäftskunden eignet sich hingegen die symmetrische Technik SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line). Hier werden die Daten mit gleicher Geschwindigkeit gesendet und empfangen. Das ist unter anderem bei Videokonferenzen praktisch.

Darüber hinaus gibt es VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line). Diese Technik erreicht deutlich höhere Übertragungs-Geschwindigkeiten als der Vorgänger ADSL. VDSL ermöglicht zudem sogenannte Triple-Play-Angebote. Dabei werden Internet, Telefonie und TV über eine Leitung und einen Anbieter realisiert.

Lektion zwei: DSL-Anschluss und Anbieter

Die Mehrheit der in Deutschland geschalteten DSL-Anschlüsse stammt von der Telekom Deutschland. Zudem vermarkten einige Anbieter im sogenannten Resale-Verfahren DSL-Anschlüsse über das Telefonnetz der Telekom. Mittlerweile besitzen aber auch andere DSL-Anbieter ein eigenes Netz oder sie arbeiten mit alternativen Netzbetreibern zusammen.

Die Auswahl der DSL-Anbieter in Deutschland ist groß: Neben den Netzbetreibern Telekom Deutschland, Vodafone und O2 können Sie auch bei den Anbietern Alice, 1&1, Congstar oder Tele2 ein DSL-Angebot erwerben. Auch bei regionalen Anbietern wie Ewetel, M-Net oder Net Cologne gibt es solche Pakete.

Lektion drei: Das Tarif-Angebot

Bei den DSL-Tarifen können Sie zwischen verschiedenen Paketvarianten wählen. Bei einer reinen Internet-Flatrate können Sie für einen monatlichen Festpreis rund um die Uhr und ohne Volumenbegrenzung im World Wide Web surfen. Solche Angebote gibt es unter anderem bei Telekom Deutschland, Vodafone, 1&1 oder Alice. Die Kosten für eine Internet-Flat liegen in der Regel zwischen 15 Euro und 30 Euro.

Die meisten DSL-Anbieter haben sogenannte Komplettpakete im Angebot. Für eine monatliche Gebühr können Sie unbegrenzt das Internet nutzen und kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Preislich liegen die Komplett-Angebote zwischen 20 und 50 Euro pro Monat. Einige Anbieter wie Vodafone vertreiben mittlerweile auch 3er-Pakete, die Internet, Telefon und TV kombinieren.

DSL-Anschlüsse werden in unterschiedlichen Geschwindigkeits-Abstufungen angeboten: Gängig sind 6.000 oder 16.000 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) im Download. Inzwischen gibt es auch Anschlüsse mit maximal 50.000 kbit/s.

DSL-Tarife werden mit langen Laufzeiten (12 bis 24 Monate) oder mit verkürzten Laufzeiten (ein bis drei Monate) angeboten.

Lektion vier: Die passenden DSL-Geräte

Für das Surfen via Telefonnetz benötigen Sie ein DSL-Modem oder einen DSL-Router. Mit einem Router ist es sogar möglich, mehrere Rechner an das Internet anzuschließen. DSL-Router werden auch in der WLAN-Variante angeboten. Die per DSL empfangenen Daten werden dabei drahtlos an den angeschlossenen Computer oder Laptop übermittelt. Der Kabelsalat in Ihrer Wohnung fällt also weg.

In den meisten Fällen erhalten Sie ein DSL-Gerät zum gebuchten Paketangebot dazu – entweder gegen eine vergünstigte Gebühr oder teilweise sogar gratis.

Lektion fünf: Genau informieren

Bevor Sie sich für einen DSL-Anschluss entscheiden, sollten Sie testen, ob zum einen DSL bei Ihnen zuhause verfügbar (können Sie direkt beim jeweiligen Anbieter testen) ist und zum anderen ob die gewünschte Geschwindigkeit vor Ort zur Verfügung steht (nutzen Sie einen Speed-Test, den Sie im Internet durchführen können).

Es wäre verschwendetes Geld, wenn Sie für einen schnellen Anschluss zahlen, den Sie gar nicht richtig nutzen können.

Zudem sollten Sie sich gut überlegen, was Sie wirklich benötigen. Viele DSL-Anbieter vertreiben eine Vielzahl von Extra-Optionen wie Handyflatrates, Auslandstarife oder Sicherheitspakete. Vergleichen Sie die Preise, denn oftmals lohnen sich Direktkäufe mehr als die vom Anbieter beworbenen Optionen.