14.11.2019

Richtiger Umgang mit dem Handy im Urlaub

Wer möchte in seinem Urlaub schon auf sein Smartphone verzichten? Doch für den Gebrauch des geliebten Geräts sollten unbedingt einige Regeln beachtet werden. Dazu gehören, die richtige Wahl von Roaming-Angeboten im Urlaub, Diebstahlsicherung und auch der Strahlenschutz.

Quelle: Vodafone

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist ausdrücklich darauf hin, dass die Strahlenbelastung durch ein Handy im Urlaub, wenn die Verbindung auf Roaming angewiesen ist, um ein Vielfaches höher liegt als in der Heimat. Das liegt daran, dass die elektromagnetischen Felder weit höher sind, um die Datenverbindung zu ermöglichen, als in der Nähe einer Basisstation des Netzbetreibers. Deshalb gibt das Bundesamt für Strahlenschutz speziell für den Urlaub einige Verhaltensmaßregeln, um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten.

Strahlenbelastung gering halten

Regel Nummer Eins versteht sich von selbst. Wer so wenig wie möglich mit dem Handy telefoniert oder mit dem Smartphone surft, ist entsprechend weniger Strahlenbelastung ausgesetzt. Ausweichen auf Festnetz bei Möglichkeit empfiehlt sich, zumindest aber die Nutzung eines Headsets, denn dann muss das strahlende Gerät nicht direkt ans Ohr gehalten werden. Wenn man schon damit telefoniert, dann möglichst kurz. Eine andere Grundregel besagt, nach Möglichkeit bei gutem Empfang zu telefonieren. Im Auto, das nicht einmal über eine Außenantenne verfügt, ist der Empfang generell schlecht.

Auf SAR-Wert des Geräts achten

Wer bereits beim Kauf auf Strahlenschutz Wert legt, sollte ein Gerät mit möglichst geringem SAR-Wert kaufen. Hier kann man sich über Neuheiten und die Evolution des Handys informieren. Hersteller sind verpflichtet, diesen Wert anzugeben. Das Bundesamt für Strahlenschutz macht auf seiner Webseite www.bfs.de/sar-werte-handy darüber unabhängig Angaben. Wer sein Smartphone nutzt, um seine Emails abzurufen, sollte bevorzugt WLAN-Verbindungen verwenden. Dabei ist die Strahlung deutlich geringer als bei UMTS, GSM oder LTE-Standards. Rufen Sie Emails nicht ab, wenn Sie telefonieren. Das erhöht die Strahlenbelastung nochmals beträchtlich, wie jeder automatische Datenverkehr übrigens bei Updates und Datensynchronisationen. Es empfiehlt sich auch aus Kostengründen, darauf im Urlaub möglichst zu verzichten. Und denken Sie daran, ihre Kinder vor unnötiger Strahlenbelastung zu bewahren.

Sicherheit des Geräts

Nach diesen Grundregel der Sicherheit für die eigene körperliche Unversehrtheit, kommt die Sicherheit des Geräts und damit der eigenen Daten an die Reihe. Urlauber sind generell sorgloser und damit möglichen Verlusten des Geräts eher ausgesetzt. Um möglichen unangenehmen Folgen vorzubeugen, genügen ein paar Verhaltensregeln.

Wenn das Gerät weg ist, sollte man es so schnell wie möglich sperren lassen. Dazu sollt man die Gerätenummer, auch als „IMEI“ abgekürzt, die SIM-Nummer und die Nummer der Hotline des Netzbetreibers bereithaben. Unbedingt sollte man vor der Abreise eine Sicherheitskopie seiner Daten machen, das geht entweder auf dem heimischen PC oder Laptop oder in der Cloud.

Ist das Telefon weg, kann es durch eine Ortungsfunktion wiedergefunden werden. Genauso lässt es sich aus der Ferne sperren und lassen sich Daten löschen. Diese sind dann aber tatsächlich weg, deshalb sollte die Sicherheitskopie gemacht werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Gerät weiterhin eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist.

Sensible Daten nur verschlüsselt senden

Schalten Sie im Urlaub automatische Verbindungen wie Bluetooth oder WLAN aus. Das schützt vor unangenehmen Überraschungen. Am Urlaubsort sollte man keinerlei unverschlüsselte mobile Datenverbindungen nutzen. Und wenn vertrauliche Daten gesendet werden, stets auf eine Verschlüsselung achten. Außerdem sollten Apps, die sensible Daten enthalten, durch eigene Passwörter gesichert werden. Das ist wie der Safe im Haus. Kommt der Dieb durch die Tür, kommt er nach lange nicht an die Schätze.

Sollte das Gerät im Urlaub abhanden kommen, kann man mal versuchen anzurufen. Manchmal meldet sich ein Finder und gibt das Gerät zurück. Wenn Sie sicher sind, dass es gestohlen wurde, dann melden Sie den Diebstahl bei der Polizei und lassen das Gerät umgehend sperren. Als nächsten Schritt sollten Sie alle Passwörter, die sich auf dem Gerät befinden könnten, ändern. So geben Sie Kriminellen möglichst wenig Chancen, in Ihre Privatsphäre einzudringen, halten den Schaden so gering wie möglich und retten sich einen Teil der Erholung.