31.05.2017

Gigabit-Internet und surfen auf dem Mond: Pläne der DSL- und Kabelanbieter

Die DSL- und Kabelanbieter verfolgen vor allem ein Ziel: Mehr Bandbreite an den Kunden zu bringen. Etwas aus der Reihe tanzt hingegen das Projekt von Vodafone und dem Berliner Start-up „Part Time Scientists“, das LTE auf dem Mond anbieten möchte.

Vodafone: Internet auf der Erde und auf dem Mond  

Der Düsseldorfer Netzbetreiber will bis Sommer 2017 rund 20 Prozent seiner Kabelkunden Datenraten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) anbieten. Bisher werden Anschlüsse mit maximal 400 Mbit/s vermarktet. Bis 2019 soll die Datenrate noch einmal steigen – auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).

Galaktisch wird es mit einem Projekt, das Vodafone zusammen mit dem Berliner Start-up „Part Time Scientists“ verfolgt. Bereits Mitte 2018 soll das erste deutsche Raumschiff auf den Mond geschossen werden, um dort eine LTE-Basisstation zu errichten.

Telekom setzt auf Kooperationen

Die Telekom plant Kooperationen mit der Konkurrenz. Dort, wo der Bonner Konzern kein eigenes Netz betreibt, soll künftig die Infrastruktur von Kooperationspartnern genutzt werden. Die erste Netzallianz besteht bereits seit Anfang des Jahres mit Innogy, einer Marke des Energiekonzerns RWE.

Über die von Innogy gemieteten VDSL-Leitungen vermarktet die Telekom in 60 Ortsnetzen ihre Magenta-Zuhause-Tarife in abgespeckter Form.  

Unitymedia kündigt 10 Gbit/s an

Der Kabelbetreiber Unitymedia bietet bereits seit einiger Zeit Internet mit bis zu 400 Mbit/s an. Nun wird das Gigabit angestrebt. Unitymedia will bereits 2018 in einigen Städten sein Netz mit dem neuen Netzwerkstandard DOCSIS 3.1 aufrüsten. Damit wären theoretisch Datenraten bis zu 10 Gbit/s (10.000 Mbit/s) im Download möglich. Im Upload sollen die maximalen Werte bei 1 Gbit/s liegen. 

Autor: ES