18.05.2016

Dovado Tiny AC: “Universal Access Router” im Test

Der schwedische Router-Hersteller Dovado hat mit dem Tiny AC einen Router auf den Markt gebracht, der unter anderem mit WLAN ac, Gigabit-LAN und der WLAN-Repeater Funktion namens “SpotBoost” ausgestattet ist. Ob der Router hält, was er verspricht, hat das Online-Portal maxwireless.de getestet.

Der Tiny AC als WLAN-Router und Mobilfunk-Modem

Bei dem Tiny AC handelt es sich um einen WLAN-Router aus dem Hause Dovado. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderem Gigabit WAN und LAN sowie ein WLAN 802.11 a/b/g/n/ac Funkmodul. Für WLAN werden die Frequenzen um 2,4 und 5 Gigahertz (GHz) genutzt. Die Spitzen-Geschwindigkeiten liegen bei 750 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Im Test von maxwireless.de konnten die Datenraten jedoch nicht erreicht werden. Ein Vorteil beim Tiny AC ist, dass sich die externe Dualband-WLAN-Antenne problemlos austauschen lässt.  

An der Vorderseite des Routers ist zudem ein USB-2.0-Anschluss zu finden für den Anschluss von Mobilfunk-Modems. Neben Surfsticks unterstützt der Dovado Tiny AC auch einige mobile WLAN-Router mit Akku. Im Test wurde der Dovado Tiny AC mit einem Telekom Speedstick LTE (Huawei E398) sowie einem Telekom Speedstick LTE III (Huawei E3276) verbunden und getestet. Im 3G- und 4G-Netz der Telekom war die Verbindung stabil und schnell. Via LTE konnten Download-Geschwindigkeiten von 120 Mbit/s gemessen werden.

Im Bereich Mobilfunk kann der Nutzer zahlreiche Einstellungen im Router vornehmen. Unter anderem kann das gewünschte LTE-Frequenzband manuell im Menü festgelegt werden. Zudem kann der Tiny AC per SMS Remote Control mit bestimmten Befehlen ferngesteuert werden.

Die Vorteile der „SpotBoost“-Technologie

Neben den „klassischen“ Internet-Zugängen via LAN-Kabel, WAN-Buchse oder Mobilfunk-Modem bietet der Tiny AC mit dem “SpotBoost” eine weitere Möglichkeit, sich mit dem Internet zu verbinden. Dabei verbindet sich der Router über ein vorhandenes WLAN-Netzwerk mit dem Internet und nutzt dieses als Zugangstechnologie. Diese Technologie ist besonders dann von Vorteil, wenn kein LAN-Anschluss bereitsteht oder zum Beispiel in Hotels, wenn der Nutzer seinen eigenen WLAN-Router mit mehreren Geräten nutzen möchte.

Wer „SpotBoost“ nutzen möchte, muss die Funktion im Menüpunkt “Internet” unter “WiFi Tethering” konfigurieren. Per Tastendruck werden dann alle in Reichweite befindlichen WLAN-Netzwerke gescannt. Der Nutzer wählt das aus, was er als Zugang nutzen möchte. SSID, Authentifizierungsverfahren sowie WLAN-Frequenzband werden automatisch in die Maske eingetragen. Somit muss nur noch das Passwort eingetragen werden und unter “Connection” die „SpotBoost“-Technologie als Zugang eingestellt werden. Nach einem Neustart ist der Router schließlich mit dem Internet verbunden.

Andauernde Neustarts als Geduldsprobe

Bedient wird der Dovado-Router über ein Webinterface in einem Browser. Das Webinterface reagiert laut maxwireless.de „sehr schnell und flüssig und die Funktionsvielfalt ist enorm“. Punkte Abzug gibt es für das weniger gelungene Design. Als ebenfalls nervig empfunden wurden die ständigen Neustarts, die auch bei kleinen Änderungen an der Konfiguration des Routers nötig werden.

„Wechselt man zum Beispiel den APN, das LTE-Frequenzband oder den WLAN-Schlüssel, so muss der komplette Router neugestartet werden, um die Änderung anzuwenden. Das ist nicht zeitgemäß und da die Neustarts gerne mal 2 Minuten dauern, wird die Einrichtung des Dovado Tiny AC zu einer Geduldsprobe, insbesondere wenn man viel am Modem austesten und optimieren möchte“, resümieren die Tester von maxwireless.de..

Fazit: Tiny AC überzeugt mit technischen Daten

Der Dovado Tiny AC kann mit seinen technischen Daten ebenso überzeugen wie mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Aufgrund seiner recht kompakten Größe ist er laut Testern der Ideale Route für unterwegs. Als verbesserungswürdig sehen die Tester das Webinterface – insbesondere die ständigen Neustarts bei jeder noch so geringen Konfiguration verlangen viel Geduld.   

Den Tiny AC gibt es online für rund 110 Euro.

Autor: ES