29.04.2015

Glasfaser beschert M-net Umsatzplus

Schnelle Glasfaser-Anschlüsse kommen bei den deutschen Verbrauchern gut an. So konnte der regionale bayerische Netzbetreiber M-net im vergangenen Jahr ein deutliches Umsatzplus bei den Glasfaser-Anschlüssen verzeichnen: die Gesamtzahl der von M-net geschalteten Anschlüsse stieg um fast zwei Drittel auf 84.000.

Glasfaser Ausbau (Foto: Thomas Cloer / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Datenhunger der deutschen Nutzer

Der fortschreitende Ausbau führt auch zu einer breiteren Internet-Verfügbarkeit der Glasfaserprodukte von M-net. Rund 100.000 neue Haushalte wurden im Jahr 2014 an das M-net-Netz angeschlossen. Das Unternehmen begegnet damit dem großen Datenhunger der deutschen Nutzer: laut M-net verdoppelt sich das Datenaufkommen im eigenen Netz derzeit alle neun Monate. Mit dem weiteren Ausbau der Glasfaser-Struktur komme man der „rapiden Entwicklung des Bandbreitenbedarfs“ entgegen, heißt es bei dem Münchner Telekommunikationsanbieter. Bislang galt in der Branche die Annahme, das Datenvolumen verdopple sich alle zwei Jahre.

Deutliche Zuwächse bei Privatkunden

Insgesamt konnte M-net im vergangenen Jahr 64.000 private Brutto-Neuverträge verzeichnen, das entspricht einer Steigerung um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die große Mehrheit, konkret waren das 68 Prozent der Neukunden, entschied sich für dabei für einen glasfaserbasierten Internetzugang. M-net bietet Glasfaser-Anschlüsse aus dem Verteiler auf der Straße (Fibre to the Curb, FTTC), im Gebäude (Fibre to the Basement, FTTB) oder direkt in der Wohnung (Fibre to the Home, FTTH) an. Der gleichzeitige Rückgang bei den klassischen ADSL-Produkten konnte laut M-net durch den gestiegenen Absatz der Glasfaser-Anschlüsse ausgeglichen werden. Insgesamt verzeichnete das Münchner Unternehmen einen Zuwachs von elf Prozent im Jahresumsatz mit den Privatkunden.

Hohe Investitionen in Netzausbau zahlen sich aus

Auch im Geschäftskundensegment konnte M-net zulegen: im Vergleich zum Vorjahr stieg der Jahresumsatz um zwei Prozent. Die Versorgung von Einzelimmobilien mit TV-Signalen von M-net nimmt stetig zu, inzwischen erhalten rund 50.000 Nutzer ihr Fernseh-Signal über den Anbieter M-net. Insgesamt verzeichnete der bayerische Telekommunikationsanbieter im Jahr 2014 ein negatives Betriebsergebnis mit einem Minus von zwei Millionen Euro. Aufgrund der hohen Investitionen in den Netzausbau hatte M-net aber zunächst mit einem höheren Betriebsverlust gerechnet. Gerade die Ausgaben für den Ausbau des Glasfaser-Netzes haben sich offenbar positiv bemerkbar gemacht.

Autor: FN