01.04.2015

Meinungsänderung: QSC will DSL-Netz doch nicht veräußern

Der Telekom- und IT-Dienstleister QSC will sein DSL-Netz für Geschäftskunden doch nicht verkaufen. Nachdem der Konzern im Dezember 2014 mitgeteilt hat, das Netz zu veräußern, macht QSC nun einen Rückzieher.

Verkauf von DSL-Netz ist keine Option mehr

Der Telekommunikationskonzern QSC hat es sich anders überlegt und bietet sein DSL-Netz nun doch nicht zum Verkauf an. Wie das Kölner Unternehmen nun mitteilte, werde diese Option nicht weiter verfolgt. QSC-Chef Jürgen Hermann erklärte die Entscheidung mit dem Rückzug eines großen Konkurrenten aus dem Markt. Namen wollte er nicht nennen.

„Unterstützt durch den Rückzug eines großen TK-Anbieters aus dem deutschen Festnetz-Geschäft plant QSC, ihr TK-Geschäft für Geschäftskunden zu stärken und über das Jahr 2020 hinaus profitabel zu betreiben“, erklärt das Unternehmen.

Erste Gespräche mit United Internet gab es bereits

Erst im vergangenen Dezember hatte QSC verlauten lassen, verschiedene Möglichkeiten für das eigene DSL Netz zu prüfen, darunter auch den Verkauf eben dieses Netzes. Erste Gespräche darüber gab es laut Branchenkennern unter anderem mit United Internet (1&1). United-Internet-Chef Ralph Dommermuth bestätigte Gespräche mit QSC, gab aber keine weiteren Inhalte bekannt.

QSC betreibt ein Datennetz für Geschäftskunden. Eine Möglichkeit war laut Firmenchef Hermann die gemeinsame Nutzung mit einem anderen Anbieter. Somit hätte man Fixkosten senken können. Zu den größten Konkurrenten auf dem DSL-Markt zählen die Telekom Deutschland, Vodafone und Telefónica Deutschland.

Es ist jedoch nicht bekannt, dass einer der Unternehmen sein DSL-Geschäft aufgeben will. Zwar will die E-Plus- und o2-Mutter Telefónica Deutschland sich nach und nach von der eigenen DSL-Infrastruktur zurückziehen, dennoch unterhält der Konzern eine langfristige Kooperation mit der Telekom. Dadurch stehen Telefónica-Kunden weiterhin Internetverbindungen via VDSL zur Verfügung.

Autor: ES