12.03.2015

AVM-Router Fritzbox 6490 Cable im Test

Die neue Fritz!Box 6490 Cable von AVM ist seit Herbst 2014 verfügbar. Mit WLAN-ac unterstützt der Router laut Hersteller-Angaben bis zu 1.300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Die Redaktion von onlinekosten.de hat das neue AVM-Flaggschiff im Kabelnetz von Unitymedia mal genauer getestet, um herauszufinden, ob der WLAN-Router hält, was er verspricht.

Quelle: AVM Website

WLAN-ac und Dual WLAN

Genutzt wurde für den AVM-WLAN-Router Fritz!Box 6490 Cable Test  ein Tarif vom Kabelanbieter Unitymedia. Der AVM-Router ist mit seinen Maßen 226 x 160 x 47 Millimeter deutlich größer als die Fritz!Box 6360, aber etwas kompakter als die VDSL-Router 7490.

Die Fritz!Box 6490 Cable wurde mit einem integrierten Kabel-Modem ausgestattet, das Download-Geschwindigkeiten bis zu 1.320 Mbit/s ermöglicht. Allerding konnten diese Datenraten im Test nicht erreicht werden, da Unitymedia KabelBW seinen Kunden nur bis 200 Mbit/s zur Verfügung stellt.

Der AVM-Router unterstützt neben WLAN-n auch den Standard WLAN-ac. Zudem beherrscht die 6490 Dual WLAN. Über das 2,4-GHz-Band per WLAN-n sind bis zu 450 Mbit/s brutto möglich. Gleichzeitig werden über das 5-GHz-Band per WLAN-ac bis zu 1.300 Mbit/s brutto übertragen.

Umfangreiche Ausstattung

Die Fritz!Box 6490 Cable ist mit vier Gigabit-Ethernet-Anschlüssen, zwei a/b-Ports zum Anschluss von analogen Telefonen, Anrufbeantworter und Fax sowie einem ISDN-S₀-Bus für ISDN-Telefone oder eine ISDN-Telefonanlage ausgestattet. Zudem gibt es zwei USB 2.0-Ports.

Der WLAN-Router kann auch als DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone genutzt werden. Für Sicherheit sorgen eine Stateful Packet Inspection Firewall mit Portfreigabe, Wifi-Protected-Setup (WPS), ein WLAN-Gastzugang, Kindersicherung, Unterstützung von IPv6, VPN und HD-Telefonie sowie ein integrierter Media-Server. Smart-Home-Geräte lassen sich über die Benutzeroberfläche ebenfalls im Heimnetz anmelden.

Hohe Geschwindigkeiten im Praxistest

Im Test von onlinekosten.de ließ sich die Fritz!Box 6490 Cable schnell und automatisch installieren. Auch die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet, sodass man sich als Nutzer schnell zurechtfindet. Zudem hilft ein Assistent bei der Einrichtung.

Auch bei den gemessenen Geschwindigkeiten konnte der AVM-Router überzeugen. Der genutzte Anschluss von Unitymedia unterstützte bis zu 200 Mbit/s im Download und maximal 10 Mbit/s im Upload. Bei einem direkten LAN-Anschluss eines Notebooks erreichten die Tester Datenraten bis zu 206 Mbit/s im Download – und lagen damit sogar über dem beworbenen Spitzenwert des Kabelanbieters. Im Upload lag der Höchstwert bei guten 9,4 Mbit/s.  

WLAN und Telefonie funktionierten ohne Störungen

Im WLAN-Modus wurden im gleichen Raum, wenige Meter von der Fritz!Box 6490 Cable entfernt, maximal 195 Mbit/s im Download gemessen. Durch zwei Wände vom Router getrennt, lagen die Spitzenwerte noch zwischen 80 und 100 Mbit/s. Werte bis zu 173 Mbit/s gab es eine Etage tiefer im Erdgeschoss. Im Keller, zwei Etagen vom Routerstandort entfernt, wurden noch immer bis zu 80 Mbit/s erreicht.

Auch die Telefonie funktionierte ohne große Probleme. So wurden an der Fritz!Box ein analoges Telefon  angeschlossen sowie ein Smartphone über die Fritz!Fon-App genutzt. Der Gesprächsteilnehmer am anderen Ende war laut Testern „jeweils klar und deutlich zu verstehen, es gab keine störende Knackgeräusche oder andere Probleme“.

Positives Fazit mit kleinen Einschränkungen

Das Fazit der Tester von onlinekosten.de fällt positiv aus. Überzeugen konnte die Fritz!Box 6490 Cable vor allem mit AVM liefert mit schnellem Dual WLAN sowie einem breiten Funktionsumfang für Internet, Telefonie, DECT, WLAN und Smart-Home. Auch „die komfortable und übersichtliche Benutzeroberfläche von Fritz!OS 6.20 ermöglicht dank entsprechender Assistenten auch Anfängern einen einfachen und schnellen Einstieg“.

Einen Kritikpunkt gab es aufgrund des Fehlens eines USB-3.0-Anschlusses. Trotz Flaggschiff-Stellung ist die Fritz!Box 6490 Cable von AVM nur mit USB 2.0 ausgestattet worden. Ebenfalls etwas ärgerlich ist, dass Firmware-Updates ausschließlich – wenn auch automatisch – über den Kabelnetzbetreiber und nicht über den Hersteller erfolgen.

Autor: ES