12.01.2015

Breitbandausbau und -pläne 2015: Zukunfts-Prognosen für den Breitband-Bereich

Das Onlinemagazin PC-Welt wagt einen Blick in die Zukunft und stellt Prognosen für die Breitband-Techniken VDSL, Glasfader und Co. auf.

VDSL auf dem Vormarsch, Glasfaser stagniert

Die Techniken VDSL und Vectoring werden auch künftig eine wichtige Rolle spielen. So plant die Telekom Deutschland bis Ende 2016 die Anzahl der VDSL-fähigen Anschlüsse, die Vectoring unterstützen, von 12 Millionen (Stand Mitte 2014) auf 24 Millionen zu erhöhen.

Der Ausbau im Glasfaser-Bereich wird laut PC-Welt in den nächsten Jahren voraussichtlich stagnieren. Die Telekom konzentriert sich lieber auf VDSL, während  Vodafone und  Telefónica Deutschland sich bezüglich des Glasfaser-Ausbaus gar nicht äußern. Lediglich einige lokale Anbieter wie Stadtwerke treiben den FTTH/B-Ausbau voran.

LTE Cat.6 bereits bei der Telekom verfügbar

Kabelanschlüsse scheinen immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Während aktuell viele Kabelanbieter Tarife mit Internet-Geschwindigkeiten bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) anbieten, ist die nächste Ausbaustufe mit bis zu 400 Mbit/s bereits in Planung.  

Im Mobilfunk sind die Betreiber vor allem dabei, ihre Netze mit LTE Cat.6 auszurüsten. Seit Mitte November hat die Telekom LTE Cat.6 freigeschaltet. Damit können Smartphone-, Tablet- und Notebook-Nutzer theoretisch mit bis zu 300 Mbit/s mobil surfen. Bisher ist LTE Plus nur in einigen Großstädten verfügbar.

5G mit Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich

Bei Vodafone sollen im Frühjahr 2015 die ersten Kunden mit Geschwindigkeiten bis zu 225 Mbit/s mobil surfen können. Laut eigenen Angaben deckt der Düsseldorfer Netzbetreiber mehr als 70 Prozent der Fläche Deutschlands mit LTE ab. Demnach steht der 4G-Funk in über 200 Städten und in mehr als 2.300 ländlichen Gemeinden bereit (Stand Dezember 2014).

Auch 5G ist bereits ein Thema. Die fünfte Mobilfunk-Generation soll Geschwindigkeiten bieten, die im Gigabit-Bereich liegen. Und das wird in naher Zukunft auch nötig sein. Zum einen, um den steigenden Datensatz bewältigen zu können. Zum anderen, um mobilen Surfern zumindest Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit/s gewährleisten zu können. 

„Routerzwang“ wird gesetzlich verboten

Ebenfalls ein Schlagwort ist der „Routerzwang“. Bei vielen Betreibern kann ein Anschluss nur mit einem vorkonfigurierte Gerät genutzt werden. Für eigene Router vom Kunden gibt es zumeist keine Benutzerdaten. Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun angekündigt, Anfang 2015 einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der dem „Routerzwang“ ein Ende setzt.

Autor: ES