07.01.2015

G.fast: VDSL-Nachfolger verspricht bis zu 1 Gbit/s

Künftig sollen auf kurzen Distanzen DSL-Übertragungsraten zwischen 150 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich sein. Die G.fast genannte Spezifikation für Gigabit-Geschwindigkeiten wurde nun von der International Telecommunication Union (ITU) abgesegnet.

Netzbetreiber können G.fast und VDSL bündeln

G.fast wird kommen – und das bald. Dies hat die ITU kürzlich entschieden. "Die Zeit zwischen der Verabschiedung von G.fast und dessen Implementierung wird voraussichtlich kürzer sein als bei allen Zugangstechnologien der jüngeren Vergangenheit", so der ITU-Generalsekretär Hamadoun I. Touré. G.fast ermöglicht über herkömmliche Kupfer-Telefonleitungen und auf kurzen Distanzen DSL-Geschwindigkeiten zwischen 150 Mbit/s und rund 1 Gbit/s.

Entwickelt wurde der G.fast-Standard von Alcatel-Lucent und Huawei. Er gilt als die Nachfolgetechnik von VDSL2. G.fast soll abwärtskompatibel zu seinem Vorgänger sein. Dadurch können die Netzbetreiber beide Techniken in einem Kabelbündel mischen, wodurch mit geringem Aufwand zwischen den Diensten gewechselt werden kann.

Breites Frequenzspektrum als Hürde

Ein Nachteil von G.fast ist die Nutzung eines breiteren Frequenzspektrums. Während VDSL Daten auf den Frequenzen bis 17 Megahertz (MHz) überträgt, nutzt G.fast bis zu 106 MHz in der ersten und 212 MHz in der zweiten Ausbaustufe. Technisch gesehen ist das eine große Herausforderung, denn: Je höher die Frequenzen, desto stärker können Signalstörungen im Kupferkabel ausfallen. 

Autor: ES