05.11.2014

VDSL 100: Telekom versorgt Großstädte erst 2016

Die Telekom Deutschland will in Berlin, Hamburg, München, Köln und anderen deutschen Großstädten VDSL 100 anbieten. Gegenüber dem Online-Portal teltarif.de hat die Telekom aber nun bestätigt, dass dies nicht vor 2016 passiert.

Quelle: Telekom

VDSL-50-Netz muss umgestellt werden

Die Telekom will in Großstädten VDSL 100 anbieten. Doch aufgrund von Umstellungen am bestehenden Netz sowie Vertragsänderungen von Bestandskunden ist mit VDSL 100 in deutschen Metropolen erst 2016 zu rechnen. Das bestehende VDSL-50-Netz, das in 53 Großstädten verfügbar ist, muss auf eine neue Plattform migriert werden. Die ist dann dazu in der Lage, VDSL 100 über Vectoring zu realisieren.

Durch diese Umstellung müssen gleichzeitig alle bestehenden VDSL-Kunden auf die neue All-IP-Technik für die Telefonie umgestellt wurden. Der Grund: Die VDSL-100-Plattform kann nur noch All-IP-Anschlüsse realisieren.

"Diese Umstellungen im Netz und die Umschaltungen der Kunden können nicht alle auf einmal durchgeführt werden. Wegen der möglichen Vertragsverlängerungen und der erforderlichen technischen Arbeiten haben wir mit den ersten Schritten schon diesen Sommer begonnen, nachdem wir seitens des Regulierers Sicherheit bezüglich des VDSL-Vectoring-Ausbaus hatten", erklärt Dr. Ingo Hofacker, Leiter Consumer-Marketing der Deutschen Telekom, im Gespräch mit teltarif.de.

300.000 Kunden müssen ihren Vertrag wechseln

Insgesamt müssen 300.000 Kunden umgestellt werden. Zunächst werden die Kunden über den Netzaus- und -umbau informiert. "Einige Kunden stellen schon aufgrund dieser Ankündigung und den dort beworbenen Möglichkeiten von sich aus ihren Anschluss um", so Hofacker.

Geschieht dies nicht, schickt die Telekom eine Kündigung der VDSL-Tarife an die Kunden. "Die wenigsten Kunden bekommen aber am Ende wirklich diese Kündigung", sagt Hofacker. Dennoch muss die Telekom Kündigungen rausschicken. Denn ein bestehender VDSL-Vertrag darf nicht einfach umgestellt werden, da es sich dabei um eine Vertragsänderung handelt. Die Zwangskündigung und gleichzeitige Umstellung auf einen All-IP-Vertrag soll aber erst ab 2017 durchgeführt werden.

Autor: ES