25.08.2014

Datensicherheit: WLAN-Router unbedingt verschlüsseln

Ein sicheres WLAN-Netzwerk zuhause ist sehr wichtig, um sensible Daten vor dem Zugriff von Cyber-Kriminellen zu schützen. Wie die Stiftung Warentest jetzt in einem aktuellen Praxistest festgestellt hat, werden aber immer noch drei von zehn WLAN-Routern ab Werk ohne Verschlüsselung ausgeliefert. Lesen Sie hier, wie sie ihr WLAN-Netzwerk selbst absichern können.

WLAN umbenennen

Eine Verschlüsselung ist für jedes WLAN-Netzwerk Pflicht. So sehen es auch die Experten des Fachmagazins teltarif.de. Trotzdem werden immer noch Router ohne voreingestellte Verschlüsselung ausgeliefert, die das WLAN vor unberechtigten Zugriffen schützt. Laut Stiftung Warentest, Heft 8/14, fehlte im Testlauf bei drei von zehn Routern die Netzwerk-Verschlüsselung ab Werk.

Nutzer, die solch ein Gerät erwerben, müssen selbst aktiv werden und das WLAN mit einem WPA2-Schlüssel absichern. Sinnvoll ist auch, dem WLAN einen anderen als den voreingestellten Namen (SSID) zu geben, damit mögliche Angreifer keine Rückschlüsse auf das verwendete Gerät ziehen können. WLAN-Router haben zudem eine Funktion, womit der Namen des Funknetzwerkes  versteckt werden kann. Experten halten jedoch wenig von dieser Maßnahme, das WLAN bleibe durch das Funksignal dennoch sichtbar.

Vorinstalliertes Passwort ändern

Der Zugriff auf den WLAN-Router und seine Einstellungen erfolgt meist über den Internet-Browser und eine webbasierte Konfigurationsoberfläche mit bekannten IP-Adressen. Umso wichtiger ist es also, den Zugriff auf das Gerät im Router-Menü über ein Passwort abzusichern. Ohne diese Maßnahme könnte jeder, der mit dem Netzwerk verbunden ist, den Router beliebig konfigurieren. Vom Hersteller ist ein Router-Passwort vorinstalliert, in der Regel handelt es sich um die Kombination 0000 oder 1234. Dieses „Allerwelts“-Passwort sollte der Nutzer unverzüglich bei der Erstkonfiguration ändern.

Die Tester raten außerdem, das WLAN ganz abzuschalten, wenn man längere Zeit nicht zuhause ist. Für Besucher eignet sich ein Gastzugang, den die meisten Router inzwischen unterstützen. Gäste können damit im Internet surfen, nicht aber im Heimnetzwerk herumstöbern.

Mac-Adressen-Filter aktivieren

Die teltarif.de-Experten raten außerdem zu einer weiteren Sicherheitsmaßnahme: die Aktivierung des Mac-Adressen-Filters. Die sogenannte Mac-Adresse ist eine individuelle Geräte-Nummer, die jedes WLAN-fähige Gerät besitzt. Ist der Mac-Filter aktiviert, dürfen sich nur Geräte mit dem WLAN verbinden, deren Mac-Adresse im Router hinterlegt ist. Bevor ein neues Gerät im Netzwerk mitsurfen darf, muss also die jeweilige Adresse im Router eingetragen werden. Das ist zwar aufwändig, erhöht aber die Sicherheit.

Autor: FN