21.07.2014

CSU will freies WLAN in ganz Bayern

Gibt es bald freies WLAN in ganz Bayern? So will es zumindest die CSU, erklärte der Generalsekretär der Partei Andreas Scheuer anlässlich der Eröffnung der CSU-Mediennacht in München. Nach dem Breitband-Ausbauprogramm sei das freie WLAN das nächste Ziel, von dem strukturschwache Regionen profitieren sollen, heißt es in einem Artikel des Online-Portals teltarif.de über die neue WLAN-Initiative der CSU.

1,5 Milliarden Euro für Glasfaserausbau

Freies WLAN im ganzen Freistaat sei die logische Konsequenz der digitalen Revolution, ließ der Politiker in München verlauten. Das sei die nächste Modernitätsstufe, die man in Bayern erklimmen sollte, so Scheurer. Nach dem Breitbandprogramm der Staatsregierung sei ein freies WLAN für alle das nächste Ziel. Die Europäische Kommission hatte vergangene Woche das Breitbandprogramm genehmigt: Bis zum Jahr 2018 will Bayern mit 1,5 Milliarden Euro die Versorgung der Kommunen mit schnellem Internet per Glasfaser vorantreiben. In den kommenden Jahren werden alle Teile des Freistaats mit Hochleistungsinternet versorgt, versprach der CSU-Politiker Scheuer, der auch Vorsitzender der CSU-Medienkommission ist.

Stoiber begreift Digitalisierung als Chance

Auch der ehemalige Ministerpräsident und CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber betonte auf der Medienveranstaltung, die Digitalisierung bringe große Veränderungen – um diese zu meistern, brauche es kreative Ideen und Unternehmergeist. Derzeit würde die Branche etwa das Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen erleben, so Stoiber. Der CSU-Politiker hatte seinerzeit als Ministerpräsident von Bayern das Motto „Laptop und Lederhosen“ für den Freistaat eingeführt.

EU genehmigt Breitbandprogramm für Bayern

Die Bayerische Staatsregierung zeigte sich vor wenigen Tagen erfreut über die EU-Genehmigung  für das Breitband-Ausbauprogramm im Freistaat. Der Weg sei nun frei für das EU-weit wohl größte Breitbandförderprogramm in Bayern, sagte Ministerpräsident Seehofer nach Bekanntwerden der Genehmigung. Gerade in ländlichen Regionen des Bundeslandes kam der Breitbandausbau in den vergangenen Jahren mitunter deutlich langsamer voran als in den Städten. Laut Finanzminister Markus Söder könnten fast zwei Drittel der Gemeinden einen Fördersatz von 80 Prozent und mehr erwarten.  Insbesondere Ostbayern und andere strukturschwache Regionen werden von den Zuschüsse profitieren, bekräftigte Söder.

793 der 2.056 Bayerischen Kommunen haben bereits Anträge auf Förderung gestellt. Davon sollen laut Staatsregierung 60 noch vor der Sommerpause genehmigt werden. Das vorrangige Ziel besteht darin, dass jede Gemeinde per Glasfaser schnelles Internet erhalten soll.

Autor: FN