05.06.2014

machine to machine 2014: das Internet der Dinge

Die Industrie steht vor einer neuen Revolution: die Vernetzung von Maschinen und Fabriken (machine to machine solutions)über das das Internet der Dinge wird ein neues Zeitalter in der Industrieproduktion einläuten. Davon sind die Experten der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants überzeugt. Eine aktuelle Berger-Studie hat sich mit dem Thema Industrie 4.0 in Europa beschäftigt.

machine to machine solutions: Europas Industrie muss aufrüsten

Die Industrie galt lange Zeit als sozialwirtschaftlicher Motor Europas, jetzt ist das produzierende Gewerbe unter Druck geraten: „Die sinkende Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie aufgrund neuer Marktteilnehmer – vor allem aus Asien – hat in den vergangenen zehn Jahren zu einem deutlichen Stellenabbau in etablierten Märkten wie Großbritannien (-29 Prozent), Frankreich (-20 Prozent) und Deutschland (-8 Prozent) geführt", schreiben die Experten von Roland Berger.

Nun steht die Industriebranche an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, in dem m2m 2014 die Fabrikhallen beherrschen wird. Für diese neue industrielle Revolution ist Europa laut der neuen Berger-Studie besser gerüstet, als viele glauben. „Die gute Nachricht ist: Europa ist für die Industrie 4.0-Revolution besser vorbereitet, als viele denken", sagt Max Blanchet, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. „Doch die Wiederbelebung der europäischen Industrie hängt davon ab, ob Wirtschaft und Politik in der Lage sind, zügig eine gemeinsame Agenda zu entwickeln“, betont Blanchet. Mit einer Investition von rund 90 Milliarden Euro jährlich in den kommenden 15 Jahren würde es Europa schaffen, sich als Vorreiter der neuen Industriewelt zu etablieren, so die Empfehlung der Berger-Studie.

m2m services ist Basis für Neuerungen

Das Internet der Dinge (Fachbegriff: m2m services) macht es möglich: Firmen werden künftig ihre Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel durch digitale Systeme weltweit vernetzen. Durch den permanenten Informationsaustausch rund um die Uhr und weltweit werden vernetzte Maschinen in der Lage sein, sich selbstständig zu steuern, effizienter zu arbeiten und Fehler schneller zu erkennen.

Voraussetzung für diese Vernetzung ist laut Roland-Berger-Experten eine geeignete IT-Infrastruktur, die große Datenmengen übertragen kann. Europa benötige eine einheitlichere IT-Infrastruktur, nachhaltige Finanzierungspläne und geeignete Ausbildungsmöglichkeiten, etwa in den Bereichen Softwareprogrammierung oder Datengewinnung und –auswertung, heißt es in der Studie weiter. Das werde sich auch auf den europäischen Arbeitsmarkt auswirken: Mit der Weiterentwicklung der industriellen machine to machine services werden in verschiedenen Industriebereichen neue Expertenprofile benötigt, die Erfahrung und Fachwissen in der Vernetzung von Industrieprozessen mitbringen, so das Fazit der Berger-Strategen. Weitere Informationen zu dem Thema m2m services auf m2m-kommunikation.de

Autor: Boe