05.05.2014

Telekom-Offensive: Neue Tarife und schnelle Netze

Die Telekom will laut Deutschland-Chef Niek Jan van Damme in den nächsten vier Jahren „einfacher, besser und integrierter“ werden. Das sieht der neue Telekom-Plan bis zum Jahr 2018 vor, wie das Fachmagazin onlinekosten.de jetzt berichtet. Der Bonner Netzbetreiber will die Umsätze im Inland mit schnellen Netzen und neuen Tarifmodellen bis 2018 festigen. Im Jahr 2018 werde die Telekom als „Gewinner“ dastehen, so van Dammes Voraussage.

Telekom investiert in hochmoderne Netze

Kundenschwund und der Wettbewerb um günstige Preise haben die Telekom in den vergangenen Jahren verstärkt unter Druck gesetzt. Gewinner dieser Entwicklung waren vor allem die Kabelnetzbetreiber. Das Abwandern von Kunden konnte die Telekom zuletzt erfolgreich reduzieren. Bis 2018 wolle man die Einnahmen mindestens stabilisieren, heißt es beim Netzbetreiber.

Der Niederländer Niek Jan van Damme ist im Telekomvorstand künftig für den Bereich Innovation verantwortlich. Bis zum Jahr 2018 werde der Marktführer sein komplettes Netz auf IP-Basis umgestellt haben. Rund zwölf Millionen Kunden sollen dann an das glasfaserbasierte Netz der Telekom angeschlossen sein, die Zahl der TV-Kunden werde von derzeit zwei auf fünf Millionen wachsen, prophezeit van Damme.

EU-Roaming wird günstiger

Die Telekom kommt ihren Kunden weiter entgegen und senkt die Roaming-Gebühren für Reisende in der EU. Surfen und Telefonieren in Europa wird bald auch für Telekom-Kunden günstiger. Zuvor hatte der Netzbetreiber E-Plus  als erster Mobilfunkanbieter die Gebühren für das sogenannte Roaming bei einigen Tarifen abgeschafft. Der Mitbewerber Vodafone will nach eigenen Angaben ebenfalls nachlegen: man plane die Nutzung von Flatrates im EU-Ausland für Vodafone-Kunden, heißt es beim Konzern.

Die EU-Kommission setzt sich bereits seit mehren Jahren für Senkung beziehungsweise Abschaffung der Roaming-Gebühren ein. Bis Ende 2015 sollen sie ganz wegfallen. Laut eines EU-Beschlusses müssen bis Anfang Juli 2014 alle Anbieter diese Zusatzkosten weiter absenken und zwar auf 19 Cent pro Minute netto für ein mobiles Telefonat in ein anderes EU-Land. Im Datenverkehr sinkt der Preis auf 20 Cent pro Megabyte zuzüglich Mehrwertsteuer.

Autor: FN