23.09.2013

Kabeldeutschland TV und Internet bald bei Vodafone - EU gibt grünes Licht für Übernahme

Die EU-Kommission hat Vodafone erlaubt, Kabel Deutschland zu übernehmen. Die Beeinträchtigung des Breitband-Wettbewerbs würde nur unwesentlich ausfallen.

Die EU-Kommission hat nach einer Kartellprüfung dem Kauf von Kabeldeutschland durch Vodafone zugestimmt. Die Freigabe erfolge ohne Auflagen, teilte die Kommission am Freitag mit. Das Fusionsvorhaben des Mobilfunkspezialisten Vodafone werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf.

Bereits vor der Zustimmung der EU hatte Vodafone mit seinem Kaufangebot mehr als drei Viertel der Kabel-Aktionäre überzeugen können. Neben dem durchaus positiven TV-Kabel-Geschäft muss Vodafone auch drei Milliarden Euro Schulden von Kabel Deutschland schlucken.

Kabel Deutschland künftig bei Vodafone

Kabel Deutschland soll nach der Übernahme in die deutsche Tochter von Vodafone intergriert werden, die vor 13 Jahren aus der Mobilfunksparte von Mannesmann (D2) entstanden war. „So schaffen wir eine am Markt einzigartige Angebotspalette und liefern Kunden über alle Kanäle komfortablen Zugang zur digitalen Welt“, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum.

Die Kabelnetze in Deutschland erlauben Geschwindigkeiten von 150 Megabit pro Sekunde (MBit/s) - In Zukunft sollen über die Kabelnetze auch 400 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich sein. Selbst nach dem Ausbau des alten Telekom-Netzes mit DSL-Technik, der Milliarden kostet, kann die Telekom höchstens 100 MBit/s erreichen.

Autor: SN