03.09.2013

Telekom investiert Milliarden in Netzausbau

Die Telekom baut ihren Netz-Vorsprung weiter aus und setzt dabei sowohl auf eine Verbesserung im Festnetz als auch im mobilen Breitband-Internet-Bereich.

Die Telekom arbeitet im kommenden Jahr intensiv am Ausbau ihres Netzes: „Wir bauen für Deutschland bereits heute das Netz der Zukunft. Wir investieren in Deutschland – für Deutschland! Und das nicht nur in den Ballungsräumen“, sagt Telekom-Chef René Obermann am 3. September. Kein anderes Telekommunikationsunternehmen investiere so viel wie die Telekom, betonte er. Insgesamt fließen über 23 Milliarden Euro in Deutschland in den Netzausbau. Beim Ausbau des Netzes setzt die Telekom auf verschiedene Technologien und Breitband-Lösungen: Neben dem LTE-Mobilfunk, Festnetz und Internet Protokoll-unterstützter Infrastruktur (IP) wird ein deutschlandweites drahtloses WLAN-Hotspot-Netz aufgebaut.

LTE cat 4 mit bis zu 150 Mbit/s

Im Mobilfunk werden durch den Ausbau des LTE-Funks neue Daten-Höchstgeschwindigkeiten beim mobilen Internet möglich: Mit LTE Cat 4 beschleunigt die Telekom den Mobilfunk auf eine Geschwindigkeit, die DSL-Anschlüsse schlecht aussehen lässt. Die heutige LTE-Versorgung bietet bereits Geschwindigkeiten mit bis zu 100 Mbit/s. Bis Ende des Jahres werden sollen insgesamt 200 deutsche Städte über LTE-Speed-Internet verfügen. Bereits zur IFA in Berlin wird der Mobile Data XL Datentarif als erster LTE-Datentarif die neue maximale Geschwindigkeit unterstützen. Weitere LTE-Tarife sollen folgen.

Festnetz wird durch Vectoring verbessert

Der Einsatz der Vectoring-Technologie sowie die Ausweitung der Glasfaser-Infrastruktur ermöglicht im Festnetz erheblich beschleunigte Datengeschwindigkeiten auf bis zu 100 Mbit/s: Bereits heute sind rund zwölf Millionen Haushalte an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen. In diesem Jahr kommen weitere 800.000 dazu. Bis Ende 2016 werden rund 24 Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgt. Um dieses Ergebnis realisieren zu können, wird die Deutsche Telekom allein bis 2014 rund 10.000 Kilometer Glasfaserkabel und weitere 17.600 Multifunktionsgehäuse – graue Kästen am Straßenrand – aufbauen bzw. verlegen.

800.000 neue Haushalte mit Breitband-Internet-Anschluss

Noch in diesem Jahr werden die folgenden 44 Städte an das Highspeed-Netz angeschlossen: Aalen, Aichach, Albstadt-Ebingen, Aschaffenburg, Bad Nenndorf, Bad Salzschlirf, Baden-Baden, Beilstein Württ, Bühl Baden, Emmerich am Rhein, Fulda, Kiel, Kleinmachnow, Kleve Niederrhein, Limburg a. d. Lahn, Löhne, Lübbecke, Miltenberg, Neuhof Kreis Fulda, Obernburg am Main, Gifhorn, Hann. Münden, Hennigsdorf, Herrenberg, Hilden, Hildesheim, Hofheim am Taunus, Offenburg, Prenzlau, Rastatt, Rendsburg, Roth Mittelfr., Siegburg, Starnberg, Torgau, Hofheim-Wallau, Ingolstadt Donau, Kalbach Rhön, Kevelaer, Tübingen, Velten, Waldenbuch, Zittau, Zweibrücken.

Wlan-Hotspot-Pilotprojekt in Hamburg

Die Telekom rüstet Hamburg großflächig mit der WLAN-Technologie aus: Im ersten Schritt hat die Telekom den Hafenbereich mit den touristischen Zentren um die Landungsbrücken, Fischmarkt und das Cruise Terminal Altona ausgebaut. Es folgen der Ausbau der großen Shopping-Meilen Mönckebergstrasse, Jungfernstieg, Gänsemarkt sowie Große Bleichen. Später kommen dann St. Pauli und der Bereich um die Reeperbahn hinzu. Rund 500 einzelne Hotspots betreibt die Telekom bereits in Hamburg an Standorten wie am Flughafen, oder in Cafés. Auch an diesen Zugängen ist das Surfen ab sofort in der ersten Stunde kostenlos.

IP-Anschlüsse werden umgestellt

Die flächendeckende Umstellung auf IP (Internetprotokoll)-basierte Anschlüsse treibt die Netzmodernisierung der Deutschen Telekom weiter voran. Durch die leistungsfähigere IP-Infrastruktur wird zum einen die Basis für die integrierten Netze mit erweiterten Nutzungsmöglichkeiten gelegt, zum anderen erhalten die Kunden erhöhten Netzkomfort wie bessere Sprachqualität oder einfache Verkabelung. Die IP-Umstellung läuft auch in anderen europäischen Beteiligungen – teils sogar schneller. So wird diese in Mazedonien noch bis Ende des Jahres abgeschlossen. Die Slowakei folgt 2014, Kroatien und Montenegro 2015, Ungarn 2016. Mit ihrem Ziel der Technologieführerschaft in Europa hat sich die Telekom auf den Weg gemacht, das erste integrierte IP-Unternehmen in Europa zu werden. Dabei ist die IP-Umstellung nur ein Meilenstein. Im Blick ist ein radikal neues Architekturkonzept: TeraStream. Die Deutsche Telekom ist der weltweit erste Netzbetreiber, der die TeraStream-Architektur eingeführt hat. Diese IP-basierte Technologie wurde Ende 2012 erfolgreich in Kroatien pilotiert. Hierbei wird die Intelligenz für Netzbetrieb und Dienste in die Cloud verlagert. Hinweis: Die Telekom präsentiert sich auf der IFA in Berlin vom 6. bis 11. September in Halle 6.2.

Autor: SN