03.06.2013

DSL: echte Flatrate ohne Drosselung

Dass Telekom Deutschland die angekündigte DSL-Drosselung jetzt wirklich einführt, hat in der Branche für Aufruhr gesorgt. Inzwischen haben sich so gut wie alle Mitbewerber vor der Einführung eines Traffic-Limits distanziert. Vor allem regionale Telekommunikationsanbieter können ihren Kunden jetzt attraktive Angebote liefern.

Die Telekommunikationsanbieter Vodafone, O2, 1&1 und Easybell bieten ihre DSL-Tarife ohne irgendwelche Leistungseinschränkungen ein. Das heißt, es muss nicht damit gerechnet werden, dass auch sie ihr DSL drosseln werden. Aber bei der preislichen Gestaltung ihrer Tarife haben die großen bundesweiten Telekommunikationsanbieter auch kaum noch Spielraum. Zudem werden oft nur noch Kombipakete mit Telefonie- Datenflatrate angeboten.

Das heißt, im Durchschnitt muss hier mit monatlichen Kosten von rund 28 Euro gerechnet werden. Preisliche Vorteile gibt es zum Teil nur für Kunden, die sich für eine Laufzeit von 24 Monaten entscheiden. Da jedoch momentan davon auszugehen ist, dass sich die Preise für DSL-Tarife in den nächsten Jahren kaum oder gar nicht verändern werden, kann damit wirklich Geld eingespart werden.

Regionale Anbieter im Vorteil

Somit sind die kleineren, regionalen Anbieter den bundesweiten Unternehmen deutlich im Vorteil. Weil sie in der Tarifgestaltung wesentlich flexibler sind, können sie ihren Kunden maßgeschneiderte Produkte liefern und verzichten bewusst auf gebündelte Pakete. Wer also wenig von zu Hause telefoniert, kann einen reinen DSL-Tarif buchen – und damit bares Geld sparen. Zu diesen regionalen Anbietern gehören etwa congstar, EWE, htp, M-net, Netcologne, Tele2 und Versatel. Auch sie erlauben nach eigenen Angaben ungedrosseltes Datenvolumen. Preislich liegen die Tarife im Schnitt zwischen 25 Euro und 30 Euro.

Bei regionalen wie auch bei bundesweiten Anbietern lohnt sich außerdem ein genauerer Blick auf die mitgelieferte Hardware. Die meisten Anbieter liefern zum klassischen DSL-Modem inzwischen auch immer einen WLAN-Router, allerdings zu unterschiedlichen Preisen. Auch sollte in Betracht gezogen werden, die Router nur zu mieten. Oft ist das deutlich günstiger, als diese zu kaufen.

Autor: MBR