08.05.2013

Vodafone will IPTV mit Hilfe der Telekom weiter ausbauen

Vodafone will sich zu einem stärkeren Konkurrenten von Kabelanbietern entwickeln. Dazu plant das Telekommunikationsunternehmen nach Informationen der Nachrichtenagentur „Reuters“ einen massiven Ausbau seiner Reichweite für IPTV in Deutschland.

Allerdings fehle es Vodafone dazu an Kapazitäten im Breitbandnetz, weshalb der Netzanbieter sich bereits seit längerer Zeit in Verhandlungen mit Telekom Deutschland befinde: Vodafone will fehlende Breitbandnetze anmieten.

Motiviert, das Segment des IPTV weiter auszubauen ist Vodafone durch den wachsenden Trend, dass sich immer mehr Kunden für Komplet-Pakete mit Internet, Telefon und Fernsehen interessieren. Bisher war Fernsehen das Hoheitsgebiet von Kabelbetreibern, doch zunehmend drängen auch klassische Telekommunikationsanbieter mit eigenen IPTV-Plattformen auf diesen Markt.

Schnelle Bandbreiten fehlen

Doch Vodafone scheint in vielen Netzen die nötige Geschwindigkeit für solche Angebote zu fehlen. Um dieses Defizit auszugleichen, möchten sich die Bonner in das Netz von Telekom Deutschland einmieten, die schnellere Breitbandleitungen anbieten. Ein Schlüssel für höhere Geschwindigkeiten könnte dabei auch das sogenannte Vectoring sein, das die Telekom plant. Als Vectoring bezeichnet man die Aufrüsten der bestehenden Kupferkabelverbindungen für Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. Die Telekom befindet sich derzeit in Verhandlungen mit der Deutschen Netzagentur, ob dies erlaubt werden darf.

Fraglich an den Plänen von Vodafone ist allerdings, ob Telekom Deutschland überhaupt Interesse daran hat, dass die Konkurrenz aus Düsseldorf ihr IPTV weiter ausbaut und damit zu einem flächendeckenden Konkurrenten zu dem eigenen IPTV-Angebot „Entertain“ wird. Fest steht jedoch, dass Vodafone seine Übernahmepläne von Kabel Deutschland vermutlich auf Eis legt, sollte der Netzbetreiber sich mit der Telekom einigen können. 

Autor: MBR