28.03.2013

Festnetz bleibt unverzichtbar

Das Festnetz bleibt für Telefonieren und Surfen ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Branchenkompass 2013 Tele¬kommunikation", die von der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting in Zusammen¬arbeit mit dem F.A.Z.-Institut erstellt wurde.

Demnach fallen 51 Prozent der Umsätze, die aktuell mit Sprach- und Datendiensten erzielt werden, auf den Festnetzsektor.

Natürlich nimmt aber auch die Bedeutung des mobilen Internets für den Markt stetig zu – auch durch den fortschreitenden Netzausbau. So wär laut des Branchenkompass Telekommunikation bereits jeder zweite Unter-30-Jährige dazu bereit, auf seinen Festnetzanschluss zugunsten seines Smartphones zu verzichten. Allerdings bezieht sich das lediglich auf das Telefonieren. Das Festnetz bleibt der beliebteste Kanal für den Datentransport.

Cloud Computing als Lebensretter

Das bedeutet, Cloud Computing aber auch der wachsende Konsum von Videos im Internet sind die wichtigsten Lebensretter des Festnetzes. „Die enormen Datenflüsse durch virtuelle Lagerplätze in den Datenclouds sowie die zunehmende Multimedianutzung der Konsumenten lassen sich in der erforderlichen Bandbreite und Stabilität nicht allein über Funknetze abdecken“, sagt Reinhold Weber, Telekommunikationsexperte von Steria Mummert Consulting. Bei vielen schnellen mobile Tarifen ist das maximale Datenvolumen zu schnell erreicht, um darüber regelmäßig Filme, Serien oder Videos zu schauen. Doch das ist der Trend, der sich in der Studie abzeichnet: Die Nutzung von Videodaten wächst um fast 50 Prozent pro Jahr.

Um diesen immer größer werdenden Datenverkehr Stand zu halten, seien Kupfer- und Glasfaserleitungen als Transporteur steigender Datenmengen auf Jahre unersetzlich und der Ausbau der Netzinfrastruktur werde zu den wichtigsten Zielen der Telekommunikationsanbieter, so das Fazit des Branchenkompass Telekommunikation.

Für die Studie wurden zwischen September und Dezember 2012 ausgewählte Führungskräfte aus Unternehmen der Telekommunikationsbranche befragt - darunter auch regionale Anbieter und Kabelnetzbetreiber.

Autor: MBR