26.02.2013

Breitband-Internet soll eine Million Arbeitsplätze schaffen

Schnelleres Internet auf dem Land

Dass schnelles Internet in Deutschland noch nicht flächendeckend verfügbar ist, bemerken vor allem Bewohner ländlicher Regionen. Die vom Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission will dies allerdings in den kommenden Jahren ändern. In einem Bericht vom Januar betont die Kommission die Bedeutung des Ausbaus von breitbandigem Internet.

Breitband als Faktor für wirtschaftlichen Erfolg

Vor allem für Unternehmen soll zukünftig eine Versorgung mit schnellem Internet gewährleistet sein. Die Kommission schreibt, dass der Zugang von Information im Internet zunehmend über den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen entscheide. So veranschlagt die Kommission einen Zeitraum von zehn Jahren, um Breitband-Internet flächendeckend zu installieren.  

Der Kommission zufolge führe der Ausbau zu einem direkten Anstieg des BIP und zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Eine Steigerung des BIP von 33,4 Milliarden und 541.000 neue Arbeitsplätze bis 2020 wären das Ergebnis des Netzwerkausbaus, sofern sich die Prognosen bewahrheiten. Insgesamt sollen 968.000 Arbeitsplätz entstehen.

Schlechte Breitband-Verfügbarkeit im europäischen Vergleich

Günstige Kredite für Kommunen und Telekommunikationsunternehmen sollen Anreiz schaffen, in den Ausbau zu investieren. Eine gesetzliche Grundversorgung lehnt die Kommission jedoch ab. Diese wird von SPD und Grünen gefordert.

Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher, wenn es um die Verfügbarkeit von breitbandigem Internet geht. In Statistiken der FTTH (Fibre to the home)-Konferenz 2012 tauchte Deutschland noch nicht einmal auf, weil hierfür eine Glasfaser-Breitbanddurchdringung zu Haushalten von mindestens einem Prozent notwendig ist. Ob sich dies innerhalb eines Jahres geändert hat, erfahren wir noch in diesem Monat. Vom 19. bis 21. Februar findet die nächste FTTH statt.

Autor: LS