03.05.2012

Datenraten im Internet sinken immer weiter

Das Internet wird immer langsamer. Dies geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Providers Akamai Technologies Inc hervor. So ist der durchschnittliche weltweite Datendurchsatz im Internet im vierten Quartal 2011 um rund 14 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal zurückgegangen.

Bereits im Januar 2011 berichtete der Internet Traffic Report (ITR) über Störungen im Internet. Nun zeigt auch Akamai in seinem vierteljährlichen Bericht "State of the Internet" für das vierte Quartal 2011, dass das Internet langsamer ist, als gedacht.

Die zunehmende Verbreitung von langsameren mobilen Internetverbindungen seien aber nicht die Ursache, erklärte TechCrunch. Akamai habe diese Daten bereits aus den Erhebungen herausgerechnet.

Asiatische Länder bieten schnellsten Datenverkehr

Die Länder Südkorea, Japan und Hongkong gehören laut Akamai-Bericht zu den Ländern mit dem schnellsten Datenverkehr. Die folgenden Plätze belegen europäische Staaten wie die Niederlande, Lettland, die Schweiz, Irland, Tschechien, Rumänien und Belgien. Deutschland ist nicht unter den ersten Zehn vertreten. Dafür belegte die Bundesrepublik bei der Verbreitung der Breitbandnetze einen vorderen Platz. Auch die USA verfehlte mit Platz 13 die Top 10.

Darüber hinaus führt der Bericht eine Tabelle zur Versorgung von Ländern beziehungsweise Regionen mit Datennetzen über 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Diese Rangliste führt die britische Isle of Man mit 97 Prozent an. Deutschland liegt mit 92 Prozent auf Platz 10. Im Vergleich zum dritten Quartal 2011 sind das 2,1 Prozentpunkte weniger.

Die USA erreichen einen Wert von 80 Prozent und liegen damit noch immer weit über dem internationalen Durchschnitt von 66 Prozent. Der Anteil der Länder und Regionen mit Netzen über 5 Mbit/s liegt laut Akamai bei rund 30 Prozent. Erfreulich: Lediglich 0,4 Prozent der Netze bieten Geschwindigkeiten unter 256 Kilobit pro Sekunde.

Autor: ES