11.04.2012

Vodafone führt Secure Sim ein

„Secure Sim“ ist ein neues Produkt von Vodafone, bei dem ein Sicherheitsprogramm auf der Sim-Karte installiert wird. Damit ist ein sicherer Zugang zu Datennetzwerken und abhörsicheres Telefonieren gewährleistet.

Ebenso wird die E-Mail- und SMS-Kommunikation verschlüsselt. Die Anwendung erfolgt über eine App und die Verschlüsselung ist unabhängig vom verwendeten mobilen Datengerät. Die Sicherheitsinformationen sind direkt auf der Sim-Karte gespeichert.

Umfangreiches Sicherheitskonzept

Die „Secure Sim“ wurde von Giesecke & Devrient gefertigt. Der Technologiekonzern druckt Banknoten und Pässe für die Bundesregierung, aber auch Mobile Security Lösungen werden von Giesecke & Devrient angeboten und entwickelt. Die digitale Identität der Sim-Karte ist sozusagen ein virtueller Daumenabdruck, mit dem der Nutzer sich zum Beispiel in einem Firmennetz identifizieren kann.

Zur „Secure Sim“ gehört ein von Vodafone entwickeltes umfangreiches Sicherheitskonzept. Bei der Einwahl ins firmeneigene Netz werden zwischen der Sim-Karte und dem Server zuerst die Schlüsseldaten ausgetauscht. Sind die Daten der Karte bestätigt, muss der Mitarbeiter sich durch die Eingabe einer PIN den Zugang freischalten. Die Sicherheit bei diesem Verfahren ist ebenso hoch wie bei einem Arbeitsplatz im Unternehmen. Allerdings kann die Einwahl ins Firmennetz von überall her erfolgen.

Abhörsichere Telefonate

Auch die Verschlüsselung von Daten erfolgt bei der „Secure Sim“ erstmals über die Sim-Karte. Auf dem Kryptoprozessor der Karte werden dazu Schlüsselcodes hinterlegt und mit einer Software gekoppelt.

Mit der „Secure Data“ Software werden nicht nur E-Mails sondern sämtliche Daten auf dem Endgerät verschlüsselt. Die Software „Secure Voice“, die ebenfalls integriert ist, sorgt für abhörsicheres Telefonieren und die Verschlüsselung von SMS.

„Secure Sim“ richtet sich an Geschäftskunden von Vodafone. Nach Angaben des Unternehmens ist es preisgünstiger als vergleichbare Angebote wie „Smartcards“ oder elektronische Schlüssel, sogenannte „Token“. Die Kosten werden monatlich pro Nutzer abgerechnet.

Autor: MB