11.09.2011

Glasfasernetz der Telekom wird ausgebaut

Die Deutsche Telekom treibt den Ausbau ihres Glasfasernetzes weiter voran. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) im August.

Um die Kabelnetzbetreiber auszuschalten, die die Konkurrenten der Telekom beim schnellen Internet sind, baut die Telekom das Glasfasernetz weiter aus.

Laut FTD soll eine eigens dafür geschaffenen neue Gesellschaft mit dem Projektnamen FTTH (Fibre to the Home) die Glasfaserprodukte vermarkten. Derzeit haben nur wenige Tausend Haushalte in Deutschland einen Glasfaseranschluss.

Konkurrenz ausschalten

Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes will die Telekom mit den Angeboten der Kabelnetzbetreiber gleichziehen, die über ihre Netze auch extraschnelle Internet-Anschlüsse anbieten. Allerdings baut die Telekom das Glasfasernetz nicht bundesweit auf, da dies ein enormes Investitionsvolumen bedeuten würde, ohne die Sicherheit zu haben, dass das Angebot auch genutzt wird.

Denn der Einsteigertarif im Glasfasernetz liegt bei knapp 55 Euro im Monat. Zudem will die Telekom vermeiden, dass sie bei einem bundesweit ausgebauten Netz Kapazitäten an die Konkurrenten vermieten muss.

Bedarf wird vorher geklärt

Um den Bedarf an Glasfaser-Anschlüssen vorab zu klären, sammelt die Telekom Vorab-Interessenten. Erst wenn in einer Gemeinde oder einem Stadtteil genügend Vorab-Interessenten einen Vorvertrag unterschreiben, wird der Ausbau des Glasfasernetzes gestartet und die Glasfaserkabel bis zu den Häusern verlegt (Fibre to the Home).

In zehn deutschen Städten wird das Glasfasernetz derzeit bereit ausgebaut, unter anderem in Potsdam und Hannover. Die per Glasfaser erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten liegen bei bis zu einem Gigabyte pro Sekunde. Das ist ein Vielfaches der derzeit möglichen Datenraten.

Autor: MB