03.09.2011

Vodafone will DSL durch LTE ersetzen

Vodafone will sich in Zukunft aus dem DSL-Geschäft zurückziehen, um Netzgebühren einzusparen. Die DSL-Kunden sollen zum Umstieg auf die Funktechnik LTE bewegt werden.

Das sagte der Geschäftsführer von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, im Gespräch mit der „Börsen-Zeitung“.

Mit dem LTE-Funknetz erreicht Vodafone nach eigenen Angaben mittlerweile fünf Millionen Haushalte in Deutschland und das Netz wird kontinuierlich ausgebaut. Nach den sogenannten weißen Flecken wird LTE bald auch in Ballungsräumen und Städten zur Verfügung stehen.

Netzgebühren sollen eingespart werden

Vodafone hat derzeit etwa vier Millionen DSL-Kunden, für die Vodafone pro Jahr 500 Millionen Euro Netzgebühren an die Telekom für die Nutzung deren DSL-Netzes abführt. Laut Friedrich Joussen verdient die Telekom mit den Netzgebühren mehr als Vodafone mit seinen DSL-Kunden.

Um diese Kosten langfristig zu senken, sollen die DSL-Kunden Vodafones zur LTE-Funktechnik wechseln. LTE biete genügend Bandbreite für alle privaten Anwendungen, sagte Joussen der „Börsen-Zeitung“. Im Vodafone-Netz werden mit LTE Download-Geschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde angeboten.

Mobilfunk ist profitabel

Das Mobilfunk-Geschäft ist im Gegensatz zum Festnetz hoch profitabel. Vodafone will seinen Kunden daher den Umstieg auf LTE-Angebote schmackhaft machen. Der Konzern verspricht sich dadurch einen Umsatzschub, der durch die Bündelung von Internet und Telefonie, kombiniert mit Mobilität, erreicht werden soll.

Kunden, die nicht vom Festnetz zu LTE wechseln wollen, werden wohl verkauft werden, so dass Vodafone letztlich ganz aus dem Festnetz-Geschäft aussteigen wird.

Autor: MB