29.07.2011

Mobiler Datenfunk: Er wächst und wächst und wächst…

Auf 315 Milliarden Dollar (222 Milliarden Euro) werden die Umsätze im mobilen Datenfunk in diesem Jahr ansteigen, so das US-Marktforschungsunternehmen Gartner.

Auch Deutschland folgt dem Trend zum mobilen Datenverkehr: 1,3 Millionen Menschen gehen hierzulande vor allen Dingen per Datenfunk ins Internet – auch zuhause. Mit der Einführung von LTE wird diese Zahl weiter wachsen, so die Bundesnetzagentur.

Datenverkehr wächst schneller als die Umsätze

In vier Jahren – also 2015 – soll der Umsatz Gartner zufolge sogar bei 552 Milliarden Dollar (388 Milliarden Euro) liegen. Deutlich schneller als die Umsätze aus dem Datenverkehr wird der Datenverkehr selbst wachsen, so die Gartner-Experten. „Datenverkehr und Umsätze daraus werden entkoppelt. Das bringt höhere Netzwerk-Kosten für Netzwerkbetreiber, weil sie versuchen, mit dem wachsenden Datenverkehr mitzuhalten.“

Auch in Deutschland nimmt das über den Mobilfunk abgewickelte Datenvolumen seit Jahren beständig zu. Waren es 2008 noch 11,4 Millionen Gigabyte stieg die Zahl 2009 auf 33,2 Millionen Gigabyte. 2010 waren es dann schon 65 Millionen Gigabyte, so die Bundesnetzagentur in ihrem jüngsten Jahresbericht.

Der Bericht zitiert eine Studie, der zufolge schon 1,3 Millionen Menschen in Deutschland den Mobilfunk als Hauptzugang zum Internet – auch zuhause - nutzen. Dies sei vor allen Dingen auf die Verbreitung der Surfsticks zurückzuführen. Mit der neuen Datenfunktechnik LTE werde die Zahl der Menschen, die vor allen Dingen per Mobilfunk online gehen in Deutschland weiter zunehmen, so die Prognose der Bundesnetzagentur.

In den letzten beiden Jahren wurden von den Netzbetreibern in Deutschland – alle zusammen gerechnet - jährlich rund 2 Milliarden Euro in die Mobilfunknetze investiert.

Autor: et