02.05.2011

Das „Giganetz“ der Telekom

Bis Mai 2012 will die Deutsche Telekom rund 160.000 Haushalte mit Glasfaser-Zugängen versorgen. In zehn Städten wird das Glasfasernetz derzeit ausgebaut.

Die Glasfaser-Anschlüsse werden dabei bis in die Wohnungen gelegt. Der technische Asudruck dafür ist  Fiber to the Home, kurz FTTH. Entscheidet man sich bis zum 17. Juli 2011 für einen Glasfaser-Anschluss, entfallen die Erschließungskosten. Voraussetzung dafür ist eine Nutzungsvereinbarung des Hauseigentümers mit der Telekom.

Glasfasernetz in zehn Städten

Aktuell baut die Telekom ihr Glasfasernetz in Potsdam aus. Dort sollen über 21.000 Haushalte in mehr als 3.700 Gebäuden an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Weitere Standorte sind Hannover, Neu-Isenburg, Offenburg, Mettmann, Kornwestheim, Rastatt, Braunschweig, Hennigsdorf und Brühl. In Dresden-Striesen startete bereits ein Pilotversuch mit der Glasfasertechnik. Bis Mai 2012 soll in diesen Städten der Internet- und Telefon-Anschluss per Glasfaser verwirklicht werden.

Nur wer bis zum genannten Stichtag eine Nutzungsvereinbarung (NVGG)  mit der Telekom abschließt, erhält den Glasfaser-Anschluss kostenlos ins Haus gelegt. Danach muss man die Erschließungskosten selber tragen. Die NVGG kann nur der Hauseigentümer treffen. Mieter, die im Ausbaugebiet wohnen und Interesse an einem Glasfaser-Anschluss haben, sollten sich mit ihrem Vermieter in Verbindung setzen, damit ihre Wohnung angeschlossen werden kann. Der Anschluss eines Gebäudes an das Glasfaser-Netz durch die Telekom bedeutet übrigens nicht, dass man auch ein Glasfaser-Produkt der Telekom buchen muss. Die Telekom öffnet ihr Glasfaser-Netz ausdrücklich auch für die Mitbewerber.

Rasantes Surf-Tempo

Mit der Glasfaser-Technik sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s)  im Download und 100 Mbit/s im Upload möglich. Die Standard-Geschwindigkeit eines Glasfaser-Anschlusses der Telekom beträgt 100 Mbit pro Sekunde im Download und 50  Mbit/s im Upload, schnellere Übertragungs-Geschwindigkeiten gibt es gegen Aufpreis.

Mit einem Glasfaser-Anschluss kann gleichzeitig im Internet gesurft, telefoniert und Fernsehen in HD-Qualität genutzt werden. Die Übertragungsgeschwindigkeiten sind schneller als bei einem DSL-Kabelanschluss. Der Ausbau des Glasfasernetzes erfolgt durch die Telekom allerdings nur in den Gebieten, die nicht  mit VDSL versorgt sind. Denn mit VDSL sind ebenfalls schnelle Übertragungs-Geschwindigkeiten möglich, die jedoch mit 50 Mbit/s untern denen der Glasfaser liegen.

Tarife schon buchbar

Die Telekom vermarktet ihre Glasfaser-Tarife bereits jetzt. Wer bis zum 17. Juli einen Anschluss beauftragt, erhält eine reduzierte monatliche Grundgebühr. Die Tarife für die Glasfaser-Nutzung hat die Telekom bereits vorgestellt. Call & Surf Comfort Fiber 100 enthält Internet- und Telefon-Festnetz-Flatrate, bei Entertain Comfort Fiber 100 ist zusätzlich ein TV-Entertain-Paket enthalten. Die Laufzeit der Tarife beträgt 24 Monate.

Autor: MB